rechtschreibung-amtlich-aktuell

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Prueft die amtliche deutsche Rechtschreibung in Verlagsmanuskripten nach dem aktuellen Duden-Stand und dem amtlichen Regelwerk inklusive Eigennamen und Sondereinrichtungen im Verlagsredaktion: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: rechtschreibung-amtlich-aktuell description: "Prüft die amtliche deutsche Rechtschreibung in Verlagsmanuskripten nach dem aktuellen Duden-Stand und dem amtlichen Regelwerk inklusive Eigennamen und Sondereinrichtungen im Verlagsredaktion."

Rechtschreibung amtlich-aktuell

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: VerlG § 17 Ablieferungsfrist, UrhG § 41 Rückrufsrecht wegen Nichtausübung nach 2 Jahren, VG-Wort-Meldungen jährlich, JuSchG-Indizierung sofort wirksam.
  • Tragende Normen verifizieren: UrhG §§ 1, 7, 11, 31, 32, 34, 38, 41, 43, 50, 51, 51a, 53, 87a-h, VerlG, BGB §§ 433, 631, JuSchG, PresseG der Länder, ImpressumsR, DSGVO Art. 85 (Medienprivileg) — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Verlag, Autor, Lektor, Übersetzer, VG Wort, Lizenzpartner, Vertrieb, Datenschutzbeauftragter, ggf. Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verlagsvertrag, Übersetzervertrag, Lizenzvertrag, Honorarrechnung, Pflichtexemplarmeldung, VG-Wort-Meldung, Impressum, AGB — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Worum geht es konkret

Die amtliche deutsche Rechtschreibung wird vom Rat für deutsche Rechtschreibung gepflegt; der Duden bildet sie ab. Juristische Texte enthalten daneben Eigennamen (BGH, BVerfG, FG, OVG), Sondereinrichtungen (Paragraphenzeichen mit geschuetztem Leerzeichen), historische Schreibungen und Latinismen, die korrekt zu behandeln sind. Dieser Skill ist die saubere Rechtschreibpruefung für juristische Verlagstexte.

Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen

Sie brauchen ihn als Endkorrekturlauf vor dem Druck und als Grundsatzlauf nach inhaltlichem Lektorat. Klären Sie:

  1. Welcher Rechtschreibstand (Duden 29. Aufl. 2024 ist aktuell)?
  2. Hausregel-Abweichungen (z. B. Hausschreibung "Bundesgerichtshof" vs. "BGH" bei Erstnennung)?
  3. Inhaltsbereiche mit Latinismen, Anglizismen, juristischen Fachtermini?
  4. Eigennamen mit Sonderschreibungen?

Material- bzw. Sachrahmen

  • Manuskript im finalen Stand (nach Lektorat).
  • Hauseigener Stilkatalog oder Verlagsschreibung.
  • Aktueller Duden / amtliches Regelwerk.

Praxisleitfaden / Schritt für Schritt

  1. Tool-gestuetzte Vorpruefung. Word-Rechtschreibung oder LanguageTool (lokal, datenschutzkonform). Tool-Vorschlaege niemals stillschweigend annehmen.
  2. Manuelle Durchsicht auf typische Stolperfallen:
  • dass / das, der / die / das im Relativsatz.
  • Bindestriche bei Komposita ("KI-Verordnung" vs. "KI Verordnung").
  • Eszett (ß) vs. Doppel-s ("dass", "Verfasser", "Strafprozess" - reformierte Schreibung).
  • Anfuehrungszeichen deutsch (unten/oben) oder englisch je nach Hausnorm.
  • Auslassungspunkte als Sonderzeichen "." vs. "...".
  1. Eigennamen. BGH, BVerfG, FG, OVG, EuGH - immer mit Punkt? Mit Bindestrich? Mit Leerzeichen? Hausregel.
  2. Latinismen und Anglizismen. "in dubio pro reo" kursiv? "Compliance" mit grossem oder kleinem C im Fliesstext?
  3. Konsistenz quer durchs Manuskript. Wenn S. 3 "KI-Regulierung", dann nicht S. 12 "KI Regulierung".
  4. Stop-Liste. Bei laengeren Manuskripten: Liste der typischerweise problematischen Begriffe systematisch prüfen.

Trade-off-Matrix

Pfad A: Tool-Prüfung + manuelle Stichprobe B: Vollstaendige manuelle Durchsicht Empfehlung
Aufwand gering hoch A im Regelfall
Fehlerquote mittel gering B bei Aufmacher/Festschrift
Tool-Datenschutz LanguageTool lokal: OK manuell: trivial A wenn Tool lokal

Praxistipps der alten Redaktion

  • "dass / das ist die haeufigste Fehlerquelle in juristischen Texten - immer eigens darauf achten."
  • Bindestrich-Komposita: "EU-Recht" mit Bindestrich, "EU-Recht-Studium" mit zwei.
  • Bei "Verfasserin" (mit ß) vs. "Verfasser": Reform hat hier ß als ss erhalten - vorsichtshalber prüfen.
  • Sonderzeichen vom Verlag vorgegeben: § mit geschuetztem Leerzeichen davor (sonst Umbruch zwischen § und Norm), Auslassungspunkte als ein Zeichen.
  • Bei Hausregel "Bundesgerichtshof bei Erstnennung, danach BGH" konsequent.

Mustertexte / Vorlagen

Stop-Liste juristische Texte (Vorschlag):

dass / das im Relativsatz
sodass / so dass (Hauptregel: zusammen "sodass"; Duden empfiehlt zusammen)
Wahrnehmung (mit h, nicht "Warnehmung")
Verschwiegenheit / Vertraulichkeit
sodann / so dann
Compliance (gross im Substantivgebrauch)
in dubio pro reo (kursiv)
ad hoc (Schreibweise, nicht "ad-hoc")
Bundesgerichtshof bei Erstnennung
KI-Verordnung (Bindestrich)
DSGVO-konform (Bindestrich)

Rueckmeldungs-Anschreiben (Rechtschreibung):

Sehr geehrte Frau Dr. Schmidt, bei der amtlichen Rechtschreibpruefung Ihres Aufsatzes haben wir 14 Befunde markiert (siehe Anlage). Davon sind 9 Korrekturen zwingend (dass / das, Bindestrich-Komposita), 5 stilistische Empfehlungen (Anfuehrungszeichen-Vereinheitlichung). Bitte Freigabe / Korrektur bis 19.06.2026.

Konsistenz-Beispiel:

Begriff S. 3 S. 12 S. 24 Konsistenz
KI-Verordnung "KI-VO" "KI-VO" "KI Verordnung" nein, Korrektur S. 24
Bundesgerichtshof voll "BGH" "BGH" OK

Typische Fehler / Pitfalls

  • Tool-Vorschlaege stillschweigend angenommen - Tool kennt juristische Eigennamen nicht.
  • "dass / das" durchgaengig falsch - peinlich.
  • Bindestrich-Inkonsistenz quer durchs Manuskript.
  • Anfuehrungszeichen gemischt deutsch/englisch.
  • Sonderzeichen § ohne geschuetztes Leerzeichen - Umbruch in der Fahne.

Quellen Stand 06/2026

  • Duden, Die deutsche Rechtschreibung, 29. Aufl. 2024 (Hauptquelle).
  • Rat für deutsche Rechtschreibung, Amtliches Regelwerk, https://www.rechtschreibrat.com.
  • LanguageTool (Open Source), https://languagetool.org.
  • Byrd / Lehmann, Zitierfibel für Juristen, 2. Aufl. 2016 (für Sonderzeichen-Disziplin).
  • Moellers, Juristische Arbeitstechnik, 11. Aufl. 2023.
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