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Umlagen U1 U2 Insolvenzgeld-Umlage. Anwendungsfall AG-Umlagen monatlich Erstattung Krankheit Mutterschaft Insolvenz Berechnung Saetze Variabilitaet KK. Methodik Prüfung Pflicht Kleinunternehmer 30 AN. Output Umlage-Berechnung im Steuerrecht Anwalt Und Berater: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: lohn-umlage-u1-u2-insogeld-umlage description: "Umlagen U1 U2 Insolvenzgeld-Umlage. Anwendungsfall AG-Umlagen monatlich Erstattung Krankheit Mutterschaft Insolvenz Berechnung Saetze Variabilitaet KK. Methodik Prüfung Pflicht Kleinunternehmer 30 AN. Output Umlage-Berechnung im Steuerrecht Anwalt Und Berater."

Umlagen U1, U2, Insolvenzgeld

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: AO §§ 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fachlicher Kern — Steuerrecht

  • Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel Umlagen U1, U2, Insolvenzgeld und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
  • Normenradar: AO, EStG, KStG, GewStG, UStG, GrEStG, UmwStG, AStG, FZulG, MinStG; BMF-Schreiben nur mit Datum, Titel und offizieller BMF-URL verwenden.
  • Verifizierte Anker: BMF-Schreiben vom 15.10.2025 zur obligatorischen E-Rechnung und UStAE-Anpassung; BMF-Seite Forschungszulage mit Hinweis zu Antrags-/Festsetzungslogik und BMF-Schreiben vom 07.02.2023; BMF/BZSt-Datensatzbeschreibung vom 05.08.2025 für Mindeststeuer-Berichte; BMF-Schreiben vom 25.05.2023 zu § 6a GrEStG; BMF-Schreiben vom 02.01.2025/01.08.2025 zum Umwandlungssteuer-Anwendungserlass live prüfen.
  • Arbeitsmodus: Erst Steuerart, Zeitraum, Verwaltungsstand, Frist/Festsetzung, Zuständigkeit, Form/Portal und Beleglage klären; dann BMF-Verwaltungslinie von BFH-Rechtsprechung und Gesetz trennen.
  • Outputpflicht: Steuerartenmatrix, BMF-Radar, Einspruchsbaustein, ELSTER-/Portal-To-do, Risikoampel, DBA-/GrESt-/USt-Tabelle oder Mandantenmemo.
  • Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

Kernsachverhalt

Drei Umlagen lasten ausschließlich auf dem AG (AN-Anteil null):

  • U1 (Aufwendungsausgleich Krankheit): Erstattung Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall; Pflicht für Kleinunternehmer bis 30 AN; Erstattung 80 Prozent.
  • U2 (Aufwendungsausgleich Mutterschaft): Erstattung Mutterschutzlohn und AG-Zuschuss Mutterschaftsgeld; Pflicht aller AG; Erstattung 100 Prozent.
  • Insolvenzgeld-Umlage: Beitrag zur Finanzierung des Insolvenzgeldes; Pflicht aller AG (Ausnahme Privathaushalte).

Kaltstart-Rueckfragen

  1. Mitarbeiterzahl im Mandantenbetrieb (U1-Pflicht-Prüfung)?
  2. Welche Krankenkassen vertreten (Beitragssatz U1 KK-individuell)?
  3. Welche AN sind in Erstattungsbasis einbezogen (Vollzeit, Teilzeit, Minijob)?
  4. Wann letzte Erstattungs-Antraege gestellt?
  5. Bei drohendem AG-Wechsel: Datenuebernahme Umlage-Beitraege?
  6. BG-Beitrag Insolvenzgeld-Umlage aktualisiert?
  7. Welche jaehrliche Anpassung?
  8. Welche Privathaushalts-Konstellation (Minijob-Sonderfall)?

Rechtlicher Rahmen

Primaernormen

AAG (Aufwendungsausgleichsgesetz) — U1/U2.

§ 1 AAG — Geltungsbereich U1.

§ 7 AAG — Berechnung Umlage.

§ 358 SGB III — Insolvenzgeld-Umlage.

§ 165 SGB III — Insolvenzgeld.

Verwaltungsanweisungen

  • KK-individuelle Satzungen.
  • BMAS Rundschreiben.

Workflow

Phase 1 — U1-Pflicht-Prüfung

  • AG mit max. 30 AN ist U1-pflichtig.
  • Prüfung jaehrlich zum 1. Januar (Berechnung Durchschnitt Vorjahr).
  • Minijobs werden mit Faktor 0,75 angerechnet.
  • Pflicht-Wechsel mit naechstem Kalenderjahr.

Phase 2 — Berechnungs-Basis

  • Umlagebeitrag = Bemessungsgrundlage x Umlagesatz.
  • Bemessungsgrundlage U1/U2: rentenversicherungspflichtiges Brutto bis zur BBG der RV (§ 7 AAG).
  • U1 Satz: KK-individuell (variiert nach KK-Satzung); typisch 1,0-3,0 Prozent.
  • U2 Satz: KK-individuell; typisch 0,2-0,5 Prozent.
  • Insolvenzgeld-Umlage: bundeseinheitlich, festgesetzt durch Insolvenzgeldumlageverordnung; 2024: 0,06 Prozent; 2025: 0,06 Prozent (unveraendert; Insolvenzgeldumlageverordnung 2026 zum Jahreswechsel prüfen).

Phase 3 — Erstattungsantraege

  • U1 bei Krankheit: AG zahlt Entgeltfortzahlung weiter; beantragt Erstattung 80 Prozent bei KK.
  • U2 bei Mutterschaft: AG zahlt Zuschuss zum Mutterschaftsgeld; beantragt Erstattung 100 Prozent bei KK.
  • Antrag: über sv.net oder DAKOTA.
  • Frist: 3 Monate nach Beendigung des Ereignisses (KK-Satzung).

Phase 4 — Insolvenzgeld-Umlage

  • Bundeseinheitlich; 2025: 0,06 Prozent (Insolvenzgeldumlageverordnung; Satz 2026 zum Jahreswechsel prüfen).
  • Faellig zusammen mit SV-Beitragsnachweis.
  • Wird über die Krankenkassen eingezogen.

Phase 5 — Buchung im Hauptbuch

  • Lohnnebenkosten Umlagen (Konto 4140 oder 6140 SKR 03).
  • AG-Aufwand.
  • Bei Erstattung: Gegenbuchung (Konto 4141 oder Verbuchung zu Lohnnebenkosten).

Phase 6 — Dokumentation

  • Erstattungsantraege archivieren.
  • KK-Bescheide über Erstattung.
  • Beleg im Lohnordner.

Strategie und Praxis-Tipps

  • U1-Pflicht-Prüfung jaehrlich zum 1. Januar — nicht vergessen.
  • U2 ist UNABHAENGIG von Betriebsgroesse Pflicht.
  • Insolvenzgeld-Umlage entfaellt für Privathaushalte (Privathaushalts-Minijob).
  • Erstattungsantraege rechtzeitig stellen — Frist max. 4 Jahre.
  • Bei wechselnder Mitarbeiterzahl über 30: U1-Wechsel zum Jahreswechsel.
  • StBVV: in Lohnpauschale.
  • DATEV-Tipp: DATEV LODAS Umlage-Konfiguration mit jaehrlicher Pflicht-Aktualisierung.

Quellen und Updates

Stand: 05/2026.

  • AAG §§ 1, 7.
  • SGB III §§ 165, 358.
  • KK-Satzungen.
  • BMAS Rundschreiben.
  • Insolvenzgeld-Umlage 2025: 0,06 Prozent; Insolvenzgeldumlageverordnung 2026 prüfen.
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