name: konkurs-und-glaeubigerquoten-rangfolge description: "Konkurs und Gläubigerquoten im roemischen Recht. Skill behandelt die Rangfolge der Gläubiger Pfandglaeubiger (creditores pignoraticii) bevorrechtigte Gläubiger (privilegium personae) und die quotale Befriedigung. Vergleicht mit moderner InsO-Rangordnung. Liefert Prüfraster im Römisches Recht."
Rom 120 Konkurs Und Gläubigerquoten Rangfolge
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: historisch — usucapio (Ersitzung) 1/2 Jahre Mobilia/Immobilia, praescriptio longi temporis, longissimi temporis; heute über § 195 BGB / § 937 BGB.
- Tragende Normen verifizieren: Corpus Iuris Civilis (Institutionen, Digesten, Codex, Novellen), Zwölftafelgesetz, Lex Aquilia, Lex Iulia et Papia, römisches Personen-, Sachen-, Obligationen-, Familien- und Erbrecht; dogmenhistorisch fortwirkend in BGB §§ 90 ff. (Sachen), 433 ff., 812 ff., 854 ff. — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Wissenschaftliche Rezipienten, Lehrstühle für Bürgerliches Recht/Rechtsgeschichte, Gesetzgeber (historisches Argumentum), Rechtsprechung (Auslegungshilfe).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Lehrbuchexegese, Quellenkritik (Digesten-Stelle), historisch-rechtsvergleichendes Gutachten, dogmatische Aufsatz, Klausur (Pandektistik) — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Pfandglaeubiger
- Hypothecarii / pignoraticii creditores hatten Vorrang bei Sachen mit dinglicher Sicherung.
- Hypothek / Pfand musste vor allgemeiner Gläubigerverteilung bedient werden.
- D. 20.1 ff. Hypothecarius creditor.
Bevorrechtigte Gläubiger (privilegium personae)
- Krasse Beispiele:
- Beerdigungskosten ("funeris causa").
- Ehevermoegen der Witwe (dos).
- Pflegevormundschaft für Muendelvermoegen.
- Steuerforderungen des Fiscus.
Quotale Verteilung
- Allgemeine Gläubiger erhielten nach Sicherung und Vorrechten den Rest quotal.
- Magister bonorum berechnete die Quote.
- Bonorum emptor war verpflichtet, anteilig zu zahlen — typische Quote 50-90 Prozent, abhaengig vom Erloes.
Vergleich zu InsO
| roemisch | InsO |
|---|---|
| hypothecarii | Absonderung § 50 InsO |
| privilegium personae | Massevorrang § 53 InsO |
| Funeralia | Beerdigungskosten als Massekosten |
| Steuerforderungen Fiscus | Insolvenzforderungen mit besonderem Vorrang? Nicht mehr (KO-Reform 1994) |
| dos | Ehegueterrecht heute zivilrechtlich |
| quotal | Insolvenzforderungen quotale Verteilung § 187 InsO |
Prüfraster
- Welche Gläubigerstellung?
- Sicherungsrecht vorhanden?
- Privilegium personae anwendbar?
- Quote zu berechnen?