name: lernplan description: "Erstellt oder aktualisiert einen strukturierten Lernplan für das Erste Staatsexamen, das Referendariat oder das Zweite Staatsexamen — phasenbezogen, nach Schwächen gewichtet, adaptiv nach Lernverlauf. Berücksichtigt Repetitoriumskalender (Alpmann, Hemmer, Jura Intensiv, Kaiser-Skripten). Lädt, we..."
Staatsexamen-Lernplan
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: DRiG § 5a Studiendauer 9 Semester (Regelstudienzeit), Freischuss-Frist (i.d.R. 8 Semester nach JAG), Wiederholungsfrist, Hausarbeit 4-6 Wochen.
- Tragende Normen verifizieren: DRiG §§ 5, 5a, 5b (Erste Prüfung), JAG der Länder, JAPO Bayern, JAG NRW, BBesG (Referendariat), Hochschulgesetze, Studienordnungen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Studierende, Justizprüfungsamt (Landesjustizverwaltung), Universität, Repetitorium, Klausurleiter, Mündliche-Prüfungs-Kommission.
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Klausurgutachten (Anspruchsgrundlage, Tatbestand, Subsumtion, Ergebnis), Hausarbeit, Aktenvortrag (Referendar), Probeklausur, Prüfungsprotokoll — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Eingaben
- Prüfungsziel (Erstes Staatsexamen / Referendariat / Zweites Staatsexamen)
- Bundesland (JAG/JAPrO — Pflichtstoff variiert)
- Prüfungstermin (konkret oder ungefähr)
- Schwache Rechtsgebiete (Eigenangabe oder aus Lernverlauf)
- Starke Rechtsgebiete (weniger Priorität, aber nicht vernachlässigt)
- Stunden pro Woche (realistisch, nicht aspirativ)
- Freie Tage (Ruhetage — Pläne ohne Erholung brechen in Woche 3 zusammen)
- Repetitorium (Alpmann Schmidt, Hemmer/Wüst, Jura Intensiv, Kaiser-Skripten oder keines)
Rechtlicher Rahmen
Der Pflichtstoffkatalog richtet sich nach dem jeweiligen Juristenausbildungsgesetz und ist Grundlage der Priorisierung.
Maßgebliche Ausbildungsordnungen:
- § 5d DRiG — gemeinsamer Pflichtfachkern für alle Bundesländer
- JAG NRW i.d.F. vom 11.03.2003 — NRW-spezifischer Katalog
- JAPO Bayern i.d.F. vom 13.10.2003 — bayerischer Pflichtfachkatalog
- JAPrO Baden-Württemberg — BW-Katalog
Prüfungsrelevante Leitentscheidungen (Planungsmaßstab):
Für BGB-Schwerpunktplanung:
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Für Strafrecht-Schwerpunktplanung:
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Kanonische Repetitorien-Literatur:
- Alpmann Schmidt, Gesamtdarstellungen — kompakt, examensnah
- Hemmer/Wüst, Skriptenreihe — dogmatisch strukturiert nach Prüfungsreihenfolge
- Jura Intensiv, Skriptenreihe — Schwerpunkt Definitionen und Falllösung
- Kaiser-Skripten — starke Farbcodierung, schnell navigierbar
- Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
Ablauf
Schritt 1: Wofür planen wir?
Wofür soll der Plan erstellt werden?
- Erstes Staatsexamen (Pflichtfachprüfung, ggf. Schwerpunktbereich)
- Referendariat (Klausurenkurs, Anwalts-/Stationsvorbereitungen)
- Zweites Staatsexamen (Assessorexamen — prozessuale Klausuren, Relationen)
Für (1): Pflichtfachkatalog nach JAG/JAPrO des Bundeslandes laden. Für (2) und (3): Stationsanforderungen und Klausurenformate klären.
Schritt 2: Eingaben — einzeln, je eine fragen
Nicht alle Fragen auf einmal. Eine stellen, Antwort abwarten, dann nächste.
- Prüfungstermin: Datum bestätigt? Falls nicht: ungefähres Semester / Halbjahr?
- Rechtsgebiete: Pflichtfächerkanon nach Landesrecht. Bestätigen: "Gibt es etwas, das ergänzt oder gestrichen werden soll?"
- Stärkste Rechtsgebiete: geringste Priorität, aber nicht ignoriert
- Schwächste Rechtsgebiete: höchste Priorität, doppelte Stunden
- Stunden pro Woche: realistisch, nicht maximal. Nach Angabe:
"Sie haben [N] Stunden pro Woche genannt. Was füllt die restliche Zeit — Nebenjob (wie viele Stunden), Familie, Pendelzeit, Repetitorium-Präsenz, Sport, Sonstiges? Der Plan soll zu Ihrem Leben passen, nicht umgekehrt."
Antwort abwarten. Dann Plausibilitätsprüfung:
"Das sind rund [X] Stunden täglich an [Z] Lerntagen, neben [Job + Familie + Pendeln]. Das erscheint [realistisch / eng / kaum tragbar]. Sollen wir die Stundenzahl anpassen, oder starten wir mit dieser Vorgabe und überprüfen nach zwei Wochen?"
Diesen Schritt nie überspringen — auch wenn bereits eine Stundenzahl im Profil steht.
- Ruhetage: Mindestens ein Ruhetag pro Woche. Ohne Ausnahme empfehlen.
- Lernmethoden: Mehrauswahl. Skripten lesen / Karteikarten / Klausuren schreiben / Drillsitzungen / Wiederholung mit Lerngruppe. Den Stundenplan nach dem ausrichten, was der Studierende tatsächlich durchhält.
Schritt 2.5: Repetitorium — Ergänzung oder Ersatz?
Wenn ein Repetitorium genutzt wird (Alpmann, Hemmer, Jura Intensiv, Kaiser oder sonstiges strukturiertes Kursangebot):
"Ihr Repetitorium hat einen eigenen Terminplan. Dieser Plan kann zwei Rollen übernehmen — eine davon wählen:
- Ergänzung: Das Repetitorium ist der Hauptfahrplan. Dieser Plan füllt Lücken: Zusatzübungen zu schwachen Rechtsgebieten, Karteikarten-Drill, Klausurensimulationen. Kein Parallelcurriculum.
- Ersatz: Der Repetitoriums-Terminplan wird nicht befolgt (z. B. wegen Arbeitslast oder Taktung). Dieser Plan übernimmt die Vollstruktur — Rechtsgebiete, Phasen, Tagespläne.
Beide gleichzeitig zu verfolgen führt in Woche 4 zum Zusammenbruch."
Antwort festhalten in YAML: repetitorium_modus: ergänzung | ersatz
Schritt 3: Plan aufbauen
Wochen bis zum Prüfungstermin berechnen. Dann:
Normalmodus (mehr als 6 Wochen):
Drei Phasen:
| Phase | Anteil | Inhalt |
|---|---|---|
| Grundlagenphase | ~60 % der Zeit | Rechtsgebiete durcharbeiten, Skript + Karteikarten, wenige Klausuren |
| Intensivphase | ~30 % | Klausurenvolumen steigern, alle Rechtsgebiete rotieren, Zeitdruck simulieren |
| Wiederholungsphase | ~10 % | Schwachstellen aus Sitzungshistorie, Klausurensimulatoren, schwache Gebiete nochmals |
Schwache Rechtsgebiete: ca. doppelte Stunden gegenüber starken Rechtsgebieten.
Wochentags: Welches Rechtsgebiet, welche Methode, wie lange. Puffer einplanen — echte Wochen weichen vom Plan ab.
Cramphase (weniger als 6 Wochen):
"Weniger als sechs Wochen bis zum Termin — das ist Crashkurs-Modus. Der Plan priorisiert hohe Examensrelevanz vor Vollständigkeit. Es entstehen Lücken; das ist der Kompromiss bei dieser Zeitlage."
Examensklassiker in jeder Phase (§§ 280 ff., 823 BGB; §§ 242, 263 StGB; Ermessen VerwR; §§ 80, 113 VwGO). Klausuren jeden Tag. Mindestens eine Klausur-Simulation pro Woche unter Zeitdruck. Letzte zwei Tage vor dem Examen: kein neues Material, nur Wiederholung bekannter Strukturen + Schlaf.
Schritt 4: Plan schreiben
plan_typ: erstes_staatsexamen # oder referendariat / zweites_staatsexamen
bundesland: NRW
pruefungstermin: 2026-07-15
erstellt: 2026-05-08
zuletzt_aktualisiert: 2026-05-08
wochen_bis_pruefung: 10
stunden_pro_woche: 30
tage_pro_woche: 5
modus: normal # oder cram
repetitorium: hemmer
repetitorium_modus: ergänzung
phasen:
- name: grundlagen
start: 2026-05-08
ende: 2026-06-13
schwerpunkt: Skript lesen, Karteikarten, 2 Klausuren/Woche
- name: intensiv
start: 2026-06-14
ende: 2026-07-10
schwerpunkt: Klausurenvolumen, alle Gebiete rotieren
- name: wiederholung
start: 2026-07-11
ende: 2026-07-14
schwerpunkt: Schwachstellen, Simulation
rechtsgebiete:
bgb_at:
prioritaet: hoch
stunden_pro_woche: 6
methoden: [karteikarten, klausuren, drill]
schuldrecht_at:
prioritaet: mittel
stunden_pro_woche: 4
methoden: [karteikarten, klausuren]
stgb_at:
prioritaet: hoch
stunden_pro_woche: 5
methoden: [klausuren, drill]
verwaltungsrecht:
prioritaet: mittel
stunden_pro_woche: 4
methoden: [skript, klausuren]
tagesplan:
- datum: 2026-05-08
wochentag: Freitag
einheiten:
- rechtsgebiet: BGB AT
methode: skript_lesen
dauer_min: 90
- rechtsgebiet: BGB AT
methode: karteikarten
dauer_min: 45
- datum: 2026-05-09
wochentag: Samstag
einheiten:
- rechtsgebiet: StGB AT
methode: klausur
dauer_min: 120
sitzungs_verlauf: [] # wird von session, karteikarten, drill, gutachten-übung ergänzt
Schritt 5: Bestätigung
Vor dem Speichern: Plan in Prosa zusammenfassen und Rückfrage stellen:
LERNPLAN — KEIN RECHTSRAT
Das habe ich aufgebaut. [X] Wochen bis zum Termin. [Y] Stunden pro Woche an [Z] Tagen. Schwache Rechtsgebiete ([Liste]) erhalten doppelte Stunden. Drei Phasen: Grundlagen bis [Datum], Intensiv bis [Datum], Wiederholung die letzten [N] Tage. Die ersten zwei Wochen sind tagesgenau geplant. Der Rest ist wochenweise — ich fülle den Tagesplan nach jeder abgeschlossenen Sitzung nach.
Stimmt das so? Zu ambitioniert? Zu wenig? Fehlt ein Rechtsgebiet?
Antwort abwarten. Dann speichern.
Plan aktualisieren
Nach jeder Sitzung (Karteikarten, Drill, Klausur) wird ein Sitzungsbericht an sitzungs_verlauf angehängt. Beim nächsten --aktualisieren-Aufruf:
- Schwache Rechtsgebiete (niedrige Ergebnisse in 2+ Sitzungen) werden in Priorität und Stunden hochgestuft
- Geplante, aber nicht absolvierte Einheiten: entweder nachgebucht oder als Lücke markiert
- Wenn der Studierende im Rückstand liegt: Pensum anpassen oder Lücke dokumentieren
Modi
--aufbauen(Standard, wenn kein Plan vorhanden): Vollständiger Neubau mit Eingaben-Dialog--aktualisieren(Standard, wenn Plan vorhanden): Sitzungshistorie auswerten, Prioritäten neu gewichten, nächste Tage befüllen--status: Was ist heute und diese Woche geplant? Scoreverlauf? Was liegt zurück?--intensiv: Crash-Modus erzwingen (auch wenn mehr als 6 Wochen verbleiben)
Beispiel
Eingabe: "Lernplan für das Erste Staatsexamen NRW, Termin März 2027, Schwächen: Sachenrecht, Strafrecht BT."
Ergebnis-Prosa: 10 Monate bis zum Termin. 3 Phasen. Sachenrecht und StGB BT erhalten je 6 Stunden pro Woche (doppelt gegenüber Standardgewichtung). Repetitorium Hemmer als Ergänzung. Erste Wochen: Grundlagenstruktur Sachenrecht (Eigentum, Besitz, beschränkte dingliche Rechte) und StGB BT (§§ 242 ff., §§ 211 ff. StGB). Ab Woche 12: Klausurenphase mit wöchentlich zwei Zeitklausuren.
Risiken und typische Fehler
- Zu ambitioniöse Stundenzahl: Ein Plan mit 50 Stunden pro Woche, den ein vollzeitberufstätiger Studierender aufgestellt hat, bricht in Woche 2. Besser 25 ehrliche Stunden als 50 geplante.
- Kein Repetitoriums-Abgleich: Wer parallel Repetitorium und eigenem Plan folgt, verbringt Zeit in zwei Vollcurricula. Eines als primär wählen.
- Ruhetage weglassen: Pläne ohne Ruhetage haben eine Halbwertszeit von zwei Wochen.
- Sitzungsergebnisse nicht einpflegen: Der Plan ist nur so gut wie das Feedback, das er bekommt. Sitzungsberichte müssen regelmäßig angehängt werden.
- Wiederholungsphase unterschätzen: Die letzten Tage sind Konsolidierung, keine Lernphase. Wer kurz vor dem Examen neues Material aufnimmt, verschlechtert seine Leistung.
Quellenpflicht
Zeitschätzungen je Rechtsgebiet sind Orientierungswerte auf Basis typischer Examensgewichtungen — nicht Garantien. Hochprioritäre Themen richten sich nach dem Pflichtfachkatalog des Bundeslandes und der Examenspraxis der letzten Jahre. [SCHÄTZUNG] markiert alle Zeitangaben, die auf allgemeinen Erfahrungswerten beruhen.
Hinweis: Dieser Lernplan ersetzt keine Beratung durch Seminarleiter, Repetitoren oder Examenscoaches, die den individuellen Kenntnisstand kennen.