gliederungs-baukasten

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Gliederungs-Baukasten für juristische Hausarbeiten und Seminararbeiten: Anwendungsfall Student erstellt Gliederung für Hausarbeit Seminararbeit oder wissenschaftliche Arbeit und braucht strukturierten Aufbau. Methodenlehre, Gutachtenstil, wissenschaftliches Arbeiten. Prüfraster Gliederungstiefe A-B-C-I-II-III, Oberabschnitte Problemaufriss Hauptteil Ergebnis, Argumentationsfluss prüfen. Output Gliederungsentwurf mit Überschriften und Hinweisen zu Gewichtung. Abgrenzung zu Juristisches-Schreiben für Formulierung und zu Subsumtionslehre für Argumentation im Jurastudium: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/6/2026

name: gliederungs-baukasten description: "Gliederungs-Baukasten für juristische Hausarbeiten und Seminararbeiten: Anwendungsfall Student erstellt Gliederung für Hausarbeit Seminararbeit oder wissenschaftliche Arbeit und braucht strukturierten Aufbau. Methodenlehre, Gutachtenstil, wissenschaftliches Arbeiten. Prüfraster Gliederungstiefe A..."

Lernstruktur-Builder

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: DRiG § 5a Studiendauer 9 Semester (Regelstudienzeit), Freischuss-Frist (i.d.R. 8 Semester nach JAG), Wiederholungsfrist, Hausarbeit 4-6 Wochen.
  • Tragende Normen verifizieren: DRiG §§ 5, 5a, 5b (Erste Prüfung), JAG der Länder, JAPO Bayern, JAG NRW, BBesG (Referendariat), Hochschulgesetze, Studienordnungen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Studenten, Justizprüfungsamt (Landesjustizverwaltung), Universität, Repetitorium, Klausurleiter, Mündliche-Prüfungs-Kommission.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Klausurgutachten (Anspruchsgrundlage, Tatbestand, Subsumtion, Ergebnis), Hausarbeit, Aktenvortrag (Referendar), Probeklausur, Prüfungsprotokoll — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Eingaben

  • Rechtsgebiet (z. B. BGB AT, Schuldrecht AT, Schuldrecht BT, Sachenrecht, StGB AT, StGB BT, VerwR AT, VerwR BT, Öffentliches Recht, Europarecht, Zivilprozessrecht)
  • Prüfungsordnung / Bundesland (JAG NRW, JAPrO Bayern, JAPO Baden-Württemberg etc. — Prüfungsstoff variiert)
  • Quelle (Skript Alpmann/Hemmer/Jura Intensiv/Kaiser, eigene Notizen, Vorlesungsmitschrift, Kommentar)
  • Bestand: Neubau oder Erweiterung einer bestehenden Struktur
  • Format (klassische Gliederung A./I./1./a), Fließtext-Gerüst, Paragraphenübersicht, Flussdiagramm-Skizze)

Rechtlicher Rahmen

Der Prüfungsstoff des Ersten Staatsexamens ist in den Juristenausbildungsgesetzen der Bundesländer definiert. Die Lernstruktur folgt dem jeweils geltenden Pflichtstoffkatalog.

Prüfungsordnungen (Auswahl):

  • Juristenausbildungsgesetz NRW (JAG NRW) i.d.F. vom 11.03.2003 (zuletzt geändert)
  • Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Juristen Bayern (JAPO) i.d.F. vom 13.10.2003
  • Juristenausbildungsgesetz Baden-Württemberg (JAPrO BW)
  • Einheitlichkeit durch gemeinsamen Pflichtkern gemäß § 5d DRiG

Maßgebliche Pflichtstoff-Leitentscheidungen:

Für BGB AT und Schuldrecht:

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Für Strafrecht:

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Kanonische Lernmaterialien:

  • Alpmann Schmidt, Gesamtdarstellungen (BGB AT, SchuldR, StGB AT/BT etc.)
  • Hemmer/Wüst, Skriptenreihe (durchgängig nach Examensstoff strukturiert)
  • Jura Intensiv, Skriptenreihe
  • Kaiser-Skripten
  • Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.

Ablauf

Schritt 1: Was wird aufgebaut?

  • Rechtsgebiet und Prüfungsordnung erfragen (falls nicht angegeben)
  • Format bestimmen (klassische Gliederung, Paragraphenübersicht, Flussdiagramm-Skizze)
  • Bestand prüfen: Neubau oder Erweiterung?

Bei Erweiterung: bestehende Struktur einlesen. Format exakt fortführen — keine andere Systematik aufzwingen.

Schritt 2: Gerüst nach Prüfungsstoff

Das Gerüst entsteht aus dem einschlägigen Pflichtstoffkatalog und dem Inhaltsverzeichnis der Quelle. Themenblöcke → Unterpunkte → Normslots → Ausnahmen-Platzhalter — ohne Regelinhalt.

Niemals: Gerüst überspringen und direkt eine fertige Gliederung mit Inhalten ausgeben. Das ist die Hauptfehlfunktion, die diese Skill verhindert.

Schritt 3: Inhalte aus Quellen — nicht aus meinem Wissen

Wenn der Studenten Quellen einfügt (Skript-Abschnitt, Notizen, Kommentarauszug): Regel und Definition aus dem bereitgestellten Text extrahieren und in das Gerüst integrieren. Das ist kein Schreiben für den Studentenn, sondern Formatierung des Bereitgestellten.

Wenn der Studenten keine Quelle liefert: Gerüst mit Platzhalter belassen + Maieut-Fragen stellen (z. B. "Was hat der Professor zu § 119 BGB gesagt?", "Welche Fallgruppe nennt das Skript hier?"). Falls der Studenten ausdrücklich eine vorläufige Ausfüllung wünscht, kann ein Lehrbuch-Mehrheitsmeinung eingetragen werden — jede solche Angabe erhält [PRÜFEN: gegen Skript / Kommentar abgleichen].

Regelwiderspruch in eigenen Materialien: Wenn die vom Studentenn genannte Regel dem widerspricht, was in einer früher hochgeladenen Quelle steht:

"Das weicht von Ihrer Notiz bei [Abschnitt/Quelle] ab — dort steht: [wörtliches Zitat]. Welche Fassung ist die zutreffende?"

Das ist kein Einwurf aus eigenem Wissen, sondern Konfrontation mit eigenen Materialien.

Schritt 4: Lücken markieren

[LÜCKE — aus Vorlesungsnotizen ergänzen]
[FÄLLE FEHLEN — Norm steht, aber kein Leitfall]
[AUSNAHME UNKLAR — Skript erwähnt Ausnahme, Regel nicht ausformuliert]
[PRÜFEN — aus meinem Wissen ergänzt, vor dem Lernen verifizieren]

Schritt 5: Drill-Modus (optional)

Nach Fertigstellung eines Abschnitts: "Gliederung schließen. Frage: [konkreter Sachverhalt aus dem bearbeiteten Abschnitt]." Testen, ob der Aufbau den Kopf erreicht hat oder nur das Dokument.

Ausgabeformat

Klassische Gliederung (Standard für Hausarbeiten und Lernblätter):

A. [Rechtsgebiet / Oberthema]
 I. [Hauptproblem]
 1. [Tatbestandsmerkmal / Fallgruppe]
 a) Definition: [LÜCKE — aus Skript ergänzen]
 b) Leitfall: [LÜCKE — Leitentscheidung eintragen]
 c) Ausnahme: [LÜCKE]
 2. [Nächstes Merkmal]

Paragraphenübersicht (für Schnellorientierung):

§ 119 BGB — Anfechtung wegen Irrtums
 - Tatbestand: Inhalts-/Erklärungsirrtum; Eigenschaftsirrtum (Abs. 2)
 - Rechtsfolge: Anfechtbarkeit, Ersatz des Vertrauensschadens § 122 BGB
 - Abgrenzung: § 123 BGB (arglistige Täuschung)
 - Leitfall: [LÜCKE]

Flussdiagramm-Skizze:

Anspruch aus § 280 Abs. 1 BGB?
 → Schuldverhältnis? (§§ 241 ff. BGB)
 JA → Pflichtverletzung? (§ 241 Abs. 2 BGB)
 JA → Vertretenmüssen? (§ 276 BGB, Vermutung)
 JA → Schaden? (§§ 249 ff. BGB)
 JA → Anspruch (+)
 NEIN → (-)
 NEIN → (-)

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

Beispiel

Auftrag: "Gliederung für BGB Schuldrecht AT aufbauen, Schwerpunkt Leistungsstörungsrecht."

Ergebnis (Gerüst, erste Ebene):

A. Grundlagen des Schuldverhältnisses (§§ 241–243 BGB)
B. Leistungsstörungsrecht
 I. Unmöglichkeit (§§ 275, 283, 311a BGB)
 1. Arten der Unmöglichkeit [LÜCKE]
 2. Rechtsfolgen [LÜCKE]
 II. Verzug (§§ 280 Abs. 2, 286 ff. BGB)
 1. Schuldnerverzug [LÜCKE]
 2. Gläubigerverzug [LÜCKE]
 III. Schadensersatz statt der Leistung (§§ 280 Abs. 3, 281, 283, 311a BGB)
 [LÜCKE — Prüfungsreihenfolge nach Hemmer SchuldR AT, Rn. 150 ff.]
C. Besondere Leistungspflichten (§ 241 Abs. 2 BGB)
D. Rücktritt (§§ 323 ff. BGB) [LÜCKE]

Sokrates-Frage danach: "Schließen Sie die Gliederung. — Was sind die Voraussetzungen des Schuldnerverzugs nach § 286 BGB? Bitte alle vier."

Risiken und typische Fehler

  • Fertig-Gliederung abschreiben: Eine aus dem Skript kopierte Gliederung ist kein Lernbeitrag. Den Aufbau selbst erarbeiten — notfalls anhand des Skript-Inhaltsverzeichnisses, aber eigenständig nachstrukturieren.
  • Falsche Reihenfolge der Ansprüche: Im BGB-Klausuraufbau gelten feste Prüfungsreihenfolgen (vertragliche vor deliktischen vor bereicherungsrechtlichen Ansprüchen). Abweichungen im Lernblatt führen zu Fehlern in der Klausur.
  • Lücken übertünchen: Eine Gliederung mit [LÜCKE]-Markierungen ist besser als eine mit erfundenen Inhalten. Falsch eingebrachte Definitionen werden auswendig gelernt.
  • Landesspezifika ignorieren: Der Pflichtfachkatalog variiert zwischen Bundesländern (z. B. Bayern hat Wirtschaftsrecht als Schwerpunktfach, NRW nicht). Immer die maßgebliche JAG/JAPrO prüfen.
  • Kommentar mit Lernbuch verwechseln: Kommentare sind für die Tiefenerschließung einzelner Normen, nicht für die Klausur-Lernstruktur. Skripten (Alpmann, Hemmer, Jura Intensiv, Kaiser) spiegeln den Examensstoff besser wider.

Quellenpflicht

Jede Regelaussage, die in das Gerüst aus meinem Wissen eingetragen wird (nicht aus einer vom Studentenn bereitgestellten Quelle), trägt [PRÜFEN]. Vor dem Lernen aus der Struktur: jede solche Stelle gegen das aktuell verwendete Skript oder einen anerkannten Kommentar abgleichen. Falsch eingeübte Strukturen sind in der Klausur schwer zu korrigieren.

Hinweis: Diese Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.

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npx skills add https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill gliederungs-baukasten
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