remediation-plan

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Erstellt einen strukturierten Remediation-Plan nach Untersuchungsabschluss – Kontrolllücken, Compliance-Verbesserungen, Behörden-Reporting und Nachverfolgung im Internal Investigations Praxis: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/6/2026

name: remediation-plan description: "Erstellt einen strukturierten Remediation-Plan nach Untersuchungsabschluss – Kontrolllücken, Compliance-Verbesserungen, Behörden-Reporting und Nachverfolgung im Internal Investigations Praxis."

Remediation-Plan nach Internal Investigation

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: DSGVO Art. 5, 6, 7, 9, 12-22, 25, 28, 30, 32, 33-34, 35, 51-58, 77-83, BDSG §§ 22-25, 26, 30; StPO §§ 53, 97, 102, 110, 136, 137, 152, 153a, BGB §§ 280, 626, BRAO § 43a, GwG, AntiDopG, HinSchG; StPO; HinSchG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Rechtlicher Rahmen

Ein Remediation-Plan ist nach einer Internal Investigation aus mehreren Gründen rechtlich geboten: (1) § 130 OWiG setzt voraus, dass das Unternehmen Aufsichtspflichten erfüllt; eine fehlende Reaktion auf festgestellte Mängel ist erneut ein Verstoß (gesetze-im-internet.de). (2) DOJ und SEC bewerten Remediation als wesentlichen Kooperationsfaktor. (3) BGH II ZR 234/09 (Siemens/Neubürger, openjur.de) verlangt ein effektives Compliance-Management-System. (4) Behörden (BaFin, Bundeskartellamt) erwarten konkrete, fristgebundene Maßnahmen.

Ziel dieses Skills

Erstellt einen strukturierten, priorisierten und nachverfolgbaren Remediation-Plan, der sowohl interne als auch behördliche Anforderungen erfüllt.

Arbeitsprogramm

1. Root-Cause-Analyse

  • Warum konnte der Verstoß entstehen?
  • Kontrolllücken: fehlende Four-Eyes-Prinzipien, fehlende Genehmigungsprozesse, unzureichende Segregation of Duties.
  • Kulturelle Faktoren: „Tone from the Top", Druck auf Mitarbeiter, Wegschauen durch Führungskräfte.
  • Systemische Schwächen: Compliance-Funktionen ohne ausreichende Ressourcen oder Unabhängigkeit.
  • Externe Faktoren: Marktpraktiken, Regulierungslücken.

2. Maßnahmenentwicklung (SMART-Kriterien)

  • Spezifisch: Was genau wird verändert?
  • Messbar: Wie wird die Wirksamkeit gemessen?
  • Assigniert: Wer ist verantwortlich?
  • Realistisch: Ist die Maßnahme mit vorhandenen Ressourcen umsetzbar?
  • Terminiert: Bis wann muss die Maßnahme abgeschlossen sein?

3. Maßnahmenkategorien

  • Prozessverbesserungen: neue SOPs, Genehmigungsprozesse, Segregation of Duties.
  • Technische Kontrollen: DLP-Systeme, automatisches Sanktionsscreening, ERP-Kontrolleinstellungen.
  • Personalmaßnahmen: Schulung, neue Compliance-Ressourcen, Rotation kritischer Funktionen.
  • Governance: Compliance-Berichtslinie zum Aufsichtsrat, Audit-Committee-Reporting.
  • Third-Party-Management: Due-Diligence-Prozesse für Agenten, Lieferanten.
  • Kultur: Tone-from-the-Top-Messaging, Whistleblower-Programm.

4. Priorisierung der Maßnahmen

Priorität Kriterium Frist
Kritisch Unmittelbare Haftungsrisiken, aktive Verstöße Sofort (7 Tage)
Hoch Wesentliche Kontrolllücken 30–60 Tage
Mittel Prozessverbesserungen ohne unmittelbares Risiko 60–180 Tage
Niedrig Langfristige Kulturprogramme 6–12 Monate

5. Behördliche Einbindung

  • DOJ: Remediation-Bericht als Teil der Kooperationsdokumentation; Corporate Enforcement Policy honoriert nachgewiesene Fortschritte.
  • BaFin: Maßnahmenplan mit Fristen und Verantwortlichen; regelmäßige Umsetzungsberichte.
  • Datenschutzbehörde: Remediation-Maßnahmen bei DSGVO-Verstößen als bußgeldmindernder Faktor (Art. 83 Abs. 2 lit. f DSGVO).
  • Bundeskartellamt: Compliance-Programm als Bußgeld-mildernder Faktor.

6. Monitoring und Nachverfolgung

  • Compliance-Monitoring-Funktion: unabhängige Überprüfung der Umsetzung.
  • Interne Revision: Follow-up-Audit nach 6–12 Monaten.
  • Maßnahmen-Tracking-System: offene Maßnahmen, Verantwortliche, Fristen, Eskalation bei Verzug.
  • Vorstandsberichterstattung: regelmäßige Updates zum Remediation-Status.
  • Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss: halbjährlicher Bericht.

7. Nachhaltigkeit und Kulturwandel

  • Compliance-Programm muss gelebt werden, nicht nur dokumentiert sein.
  • Incentives: Compliance-Verhalten in Zielvereinbarungen und Bonusstrukturen verankern.
  • Leadership: Vorstand und Senior Management als sichtbare Treiber des Wandels.
  • Regelmäßige Compliance-Risikobeurteilung (Compliance Risk Assessment).
  • Externe Überprüfung: unabhängiger Compliance-Monitor oder Externer Prüfer.

Normenregister

Norm Inhalt Quelle
§ 130 OWiG Aufsichtspflichtverletzung gesetze-im-internet.de
§ 93 AktG Sorgfaltspflicht Vorstand gesetze-im-internet.de
Art. 83 DSGVO DSGVO-Bußgelder (Kooperation) eur-lex.europa.eu
BGH II ZR 234/09 Siemens/Neubürger openjur.de

Ausgabeformate

  • Remediation-Plan-Template (Maßnahme × Verantwortlicher × Frist × Messkriterium)
  • Root-Cause-Analyse-Vorlage
  • Priorisierungsmatrix (Kritisch/Hoch/Mittel/Niedrig)
  • Monitoring-Dashboard-Vorlage
  • Behörden-Remediation-Bericht (für DOJ/BaFin)

Rechtsprechungszitate nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle.

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

Install via CLI
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