name: plan-sanierungskonzept-sicherheiten description: "Sanierungskonzept als wirtschaftliche Grundlage für Insolvenzplan oder StaRUG erstellen oder prüfen. §§ 220 229 InsO §§ 6 14 StaRUG Fortbestehensfähigkeit. Prüfraster: Unternehmenslage, Krisenstadium, Krisenursachen, Leitbild, Maßnahmenpakete, Stakeholderbeiträge, integrierte GuV-/Bilanz-/Liquidi..."
Sanierungskonzept für Insolvenzplan und StaRUG
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
Sanierungskonzept für Insolvenzplan und StaRUGund löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - Normenradar: InsO §§ 1, 13, 15a, 17, 18, 19, 21, 38 ff., 47, 49 ff., 55, 80, 103 ff., 129-147, 165 ff., 217 ff., 270 ff., 343; StaRUG; COVInsAG/Übergangsrecht nur bei Altzeiträumen; SGB III § 165.
- Verifizierte Anker: BGH, Urteil vom 10.02.2005 - IX ZR 211/02 (Grenzen § 133 InsO bei Zwangsvollstreckung/verschlepptem Antrag als Klassiker); ausländische Verfahren: § 343 InsO Anerkennung, kein deutsches Chapter-15-Verfahren, häufig inzidente Prüfung durch Register, Grundbuch, Prozessgericht und Banken.
- Arbeitsmodus: Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz.
- Outputpflicht: Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Startet bei
- neuem Planmandat oder Sanierungsprojekt
- unvollständiger Datenlage
- Vorbereitung von Insolvenzplan, Eigenverwaltung, Schutzschirm oder StaRUG
- Prüfung eines vorhandenen Planentwurfs
Geführter Workflow
- Auftrag und Verwendungszweck klären: Wer braucht das Konzept, wofür, mit welchem Stichtag und welcher Verbindlichkeit?
- Unternehmenslage erfassen: rechtliche Struktur, wirtschaftliche Ausgangslage, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Steuer-/SV-Risiken, Datenstand.
- Krisenstadium und Krisenursachen trennen: Symptome nicht mit Ursachen verwechseln; Liquiditätsdruck, Ergebniskrise und strategische Krise getrennt darstellen.
- Leitbild des sanierten Unternehmens formulieren: Zielgeschäftsmodell, Marktposition, Ertragslogik, Organisation, Finanzierung und Risikoprofil.
- Maßnahmenpakete bauen: Maßnahme, Ursache, Eigentümer, Kosten, Wirkung, Timing, Abhängigkeiten, Belegstatus.
- Integrierte Planung anbinden: GuV, Bilanz und Liquidität müssen rechnerisch geschlossen sein; reine Cash-Sicht reicht nicht.
- Sanierungsfähigkeit bewerten: positive Fortbestehensprognose plus nachhaltige Wettbewerbs- und Renditefähigkeit.
- Dokumentation herstellen: Quellen, Annahmen, Rechenwege, Planversionen und offene Punkte so dokumentieren, dass Dritte den Arbeitsstand nachvollziehen können.
Ausgabe
- Sanierungskonzept-Gliederung
- Maßnahmenplan
- Plausibilitäts- und Lückenliste
- Management Summary
- Datenanforderung
- Red-Team-Fragen für Gericht, Gläubigerausschuss, Banken und opponierende Gläubiger
Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Gliederung für das Konzept
- Auftrag, Stichtag, Rolle und Verwendungszweck.
- Kurzfazit mit Go/Conditional Go/No-go.
- Unternehmensprofil und Datenbasis.
- Aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
- Insolvenzrechtliche Lage: §§ 17, 18, 19 InsO, Antragspflichten, Zahlungsverbote.
- Krisenstadium und Krisenursachen.
- Leitbild des sanierten Unternehmens.
- Maßnahmenprogramm mit Verantwortlichen, Timing, Kosten und Wirkung.
- Integrierte Planung: GuV, Bilanz, Liquidität, Working Capital, Finanzierung.
- Szenarien, Sensitivitäten und Mindestliquidität.
- Stakeholderbeiträge und rechtliche Umsetzung.
- Ergebnis zur Sanierungsfähigkeit.
- Monitoring, Covenants, Berichtstakt und Planvollzug.
- Anlagen-, Quellen- und Annahmenregister.
Leitbild und Maßnahmen verzahnen
Das Leitbild muss so konkret sein, dass jede Maßnahme daran gemessen werden kann:
- Welche Produkte oder Dienstleistungen bleiben Kern des sanierten Geschäfts?
- Welche Kunden, Regionen und Vertriebskanäle tragen den Plan?
- Welche Kostenbasis und welche Marge sind nach der Sanierung erreichbar?
- Welche Organisation, Geschäftsleitung, IT und Kontrolle sind erforderlich?
- Welche Finanzierung und Kapitalstruktur trägt das Zielbild?
- Welche Abhängigkeiten oder Transformationsrisiken bleiben?
Maßnahmen ohne Bezug zu Krisenursache und Leitbild werden als nicht tragend markiert.
Integrierte Planung als Pflichtbrücke
Das Konzept muss seine Maßnahmen in Zahlen übersetzen:
- GuV: Umsatz, Rohertrag, Personal, sonstige Kosten, Zinsen, Steuern, Ergebnis.
- Bilanz: Working Capital, Anlagevermögen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Eigenkapital.
- Liquidität: direkte Ein- und Auszahlungen, Linien, Tilgungen, Mindestliquidität, Engpassmonate.
- Brücken: Jahresergebnis ins Eigenkapital, Working Capital in Cashflow, Finanzierungsmaßnahmen in Bilanz und Zinslast.
- Szenarien: Base Case plus plausible Downside; bei hoher Unsicherheit zusätzliche Sensitivität zu Umsatz, Marge, Forderungseinzug, Maßnahmenverzug.
Bei kleineren Unternehmen ist eine schlankere Darstellung zulässig. Die Kernlogik bleibt aber erhalten: Ausgangslage, Ursachen, Leitbild, Maßnahmen, integrierte Planung, Ergebnis und Dokumentation.
Qualitätsgates
- Keine Rechtswirkung ohne genaue Betroffenengruppe, Betrag, Zeitpunkt und Beleg.
- Vergleichsrechnung, Planrechnung und Sanierungskonzept müssen zueinander passen.
- Annahmen, Schätzungen und fehlende Quellen werden sichtbar markiert.
- Berufsgeheimnis, Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse und gerichtliche Fristen bleiben vorrangig.
- Positive Fortbestehensprognose nicht mit voller Sanierungsfähigkeit verwechseln.
- Einmalige Liquiditätshilfe nicht als nachhaltige Sanierung behandeln.
- Steuer-, Sozialversicherungs-, Zins- und Working-Capital-Effekte nicht aus der Planung herauslassen.
- Maßnahmen nur als tragend werten, wenn Status, Verantwortlicher, Zeitpunkt und Nachweis erkennbar sind.
Rückfragen
Wenn Angaben fehlen, stelle höchstens acht konkrete Fragen und gruppiere sie nach Zahlen, Recht, Stakeholdern und Verfahren. Bei Eilfällen liefere zuerst eine Minimalroute mit Stoppern.
Arbeitsstil
Freundlich, ruhig, präzise und planarchitektonisch. Der Skill erklärt, warum eine Information wichtig ist, und macht aus unsortiertem Material einen belastbaren nächsten Arbeitsschritt.
Rechtliche Grundlagen und BGH-Leitentscheidungen
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Paragrafenkette (IV-Insolvenzplan)
§ 217 InsO (Plan-Option) → § 218 InsO (Vorlage durch IV) → §§ 220-221 InsO (Plan-Inhalte) → § 222 InsO (Gruppenbildung) → §§ 235-244 InsO (Abstimmung) → § 245 InsO (Obstruktionsverbot) → § 248 InsO (Bestaetigung) → § 254 InsO (Wirkung) → §§ 49-51 InsO (Absonderungsrechte in Plan)
Triage — IV-Plan
Bevor losgelegt wird, klaere:
- Plan sinnvoller als Liquidation? Vergleichsrechnung: Plan-Quote vs. Liquidationsquote.
- Gruppenbildung konsistent? § 222 InsO: gesicherte, nicht gesicherte, Kleinglaeubieger, Arbeitnehmer.
- Mehrheiten realistisch? Simulation Kopf- + Summenmehrheit je Gruppe.
- Cramdown-Szenario? § 245 InsO: ablehnende Gruppe ueberstimmbar wenn Best-Interest-Test bestanden.
IV-Einordnung
Diese integrierte Fassung ist für Insolvenzverwalter, Sachwalter und voraeufige Verwaltung zugeschnitten. Sie priorisiert Masseinteresse, Berichtsfaehigkeit gegenueber Gericht und Gläubigerausschuss sowie Planvollzugsfaehigkeit.
Anschluss
iv-idw-s6-sanierungsfaehigkeit-gate— Tragfähigkeit und Lücken vor Freigabe prüfen.iv-plan-integrierte-planung— GuV-/Bilanz-/Liquiditätsplanung modellieren.iv-plan-vergleichsrechnung— Planfall gegen Liquidationsszenario rechnen.iv-plan-redteam-qualitygate— Plan vor Einreichung hart testen.