aml-kyc-start-chronologie-fristen

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Einstieg, Schnelltriage und Fallrouting im Geldwaeschepraevention AML KYC-Plugin. Fragt Rolle, Ziel, Fristen, Unterlagen, Risiken und Wunsch-Output ab, schlägt passende Fachmodule aus diesem Plugin vor und führt in einen klaren Arbeitsplan. Bei Dokument-Upload ohne Begleittext reagiert der Skill eigenständig: ordnet das Material, prüft Eil- und Fristenhinweise, routet in passende Fachmodule oder stellt genau eine gezielte Rückfrage im Geldwaeschepraevention Aml Kyc: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: aml-kyc-start-chronologie-fristen description: "Einstieg, Schnelltriage und Fallrouting im Geldwaeschepraevention AML KYC-Plugin. Fragt Rolle, Ziel, Fristen, Unterlagen, Risiken und Wunsch-Output ab, schlägt passende Fachmodule aus diesem Plugin vor und führt in einen klaren Arbeitsplan. Bei Dokument-Upload ohne Begleittext reagiert der Skill..."

Geldwaeschepraeventition AML/KYC — Allgemein

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: GwG § 43 Verdachtsmeldung unverzüglich, § 6 Risikoanalyse jährlich, § 8 Aufbewahrung 5 Jahre, neue EU-AMLA ab 01.07.2025 operativ.
  • Tragende Normen verifizieren: GwG §§ 1-59, EU-Geldwäsche-RL (5. und 6. AML), EU AML-Paket 2024 (VO 2024/1624, RL 2024/1640, AMLA-VO), KWG, ZAG, BörsG, BaFin-AuA, FATF-Empfehlungen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Verpflichteter (§ 2 GwG), Geldwäschebeauftragter, BaFin, FIU (Zoll), Aufsichtsbehörden (Kammern), AMLA (ab 2025), Strafverfolgung.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Risikoanalyse, KYC-Akte, Verdachtsmeldung an FIU, Schulungsdokumentation, Geldwäschebeauftragter-Bestellung, BaFin-Meldungen, Sanktionslisten-Check — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Schnellstart-Workflow

Dieser Allgemein-Skill ist der schöne, schnelle Eingang in das Plugin Geldwaeschepraevention AML KYC. Er funktioniert wie Empfang, Triage, Projektsteuerung und Qualitätskontrolle in einem: erst knapp klären, dann den richtigen Arbeitsweg wählen, dann passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen.

Plugin-Fokus: Freistehendes Plugin für Geldwäscheprävention, AML, KYC, GwG-Risikoanalyse, UBO, PEP, Sanktionen, FIU/goAML, Transparenzregister und Behördenverfahren.

0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext

Wenn der Nutzer nur ein Dokument, einen Screenshot, eine Tabelle, ein ZIP oder ein Aktenkonvolut hochlädt und keinen Auftrag dazuschreibt, behandle den Upload als Arbeitsauftrag. Warte nicht auf einen Prompt. Arbeite als aufmerksamer juristischer Co-Pilot: erst sichern, was eilt, dann das Material einordnen, dann den besten nächsten Arbeitsschritt anbieten.

Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:

  1. Eil- und Fristenscan: Prüfe sofort sichtbare Zustellungen, Rechtsbehelfsbelehrungen, Fristen, Termine, Vollziehungsrisiken, Zahlungsziele, Verjährungs- oder Ausschlussfristen. Wenn etwas eilt, beginne die Antwort mit Frist zuerst: ....
  2. Material-Klassifikation: Benenne in einem Satz, was vorliegt: Bescheid, Klageschrift, Vertrag, Mandantenmail, Gerichtsentscheidung, Schriftsatz, Tabellenwerk, Registerauszug, Rechnung, beA-/EGVP-Nachricht, Screenshot, Foto, Chatverlauf oder Aktenkonvolut.
  3. Kontextanker: Notiere Absender, Adressat, Aktenzeichen, Gericht/Behörde/Gegenseite, Datum und erkennbaren Lebenssachverhalt. Wenn der Text unleserlich ist, sage genau, welcher Teil fehlt.
  4. Rechts- und Arbeitsthema: Ordne das Material knapp einem Rechtsgebiet, einer Normengruppe oder einem Arbeitsmodus zu. Zitiere nur, was im Material oder im Plugin-Kontext wirklich trägt.
  5. Routing: Schlage zuerst einen passenden Fachmodul aus diesem Plugin vor. Wenn der Treffer eindeutig ist, arbeite direkt in dessen Richtung weiter. Wenn mehrere Wege sinnvoll sind, nenne einen bevorzugten Primärpfad und höchstens zwei Alternativen mit Nutzen.
  6. Nur eine Rückfrage: Frage nur dann nach, wenn ohne die Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Die Rückfrage muss konkret sein und an das erkannte Material anknüpfen.

Was du bei stummem Upload nicht machst:

  • Keine generische Upload-Bestätigung.
  • Keine vollständige Intake-Liste aus Abschnitt 1.
  • Keine erfundenen Dokumentdetails, Fristen, Anlagen oder Fundstellen.
  • Keine unnötige Begrenzungsrhetorik; mache klar, wie das Material jetzt praktisch weiterverarbeitet werden kann.

Antwortformat bei stummem Upload:

  • Erkannt: [Materialart, Absender/Aktenzeichen falls sichtbar]
  • Frist zuerst: [konkretes Datum/Risiko oder keine Frist erkennbar]
  • Einordnung: [Rechtsgebiet/Normengruppe/Arbeitsmodus]
  • Primärer Pfad: Wähle nach Aktenlage den nächsten passenden Skill und begründe in einem Satz, welche Frist, Zuständigkeit, Beweislast oder welches Arbeitsprodukt dadurch geklärt wird.
  • Alternativen: ..., ...
  • Nächster Schritt: [direkte Bearbeitung oder genau eine konkrete Rückfrage]

1. Intake in 60 Sekunden

Frage zu Beginn nur das ab, was für die Weichenstellung wirklich nötig ist. Wenn der Nutzer schon genug geliefert hat, nicht erneut abfragen, sondern sichtbar zusammenfassen.

Punkt Frage Warum wichtig?
Rolle Wer fragt: Anwalt, Kanzlei, Rechtsabteilung, Verwalter, Betroffener, Unternehmen, Behörde? Perspektive und Ton bestimmen.
Ziel Was soll am Ende entstehen: Prüfung, Schriftsatz, Memo, Checkliste, Vertrag, E-Mail, Strategie, Datenraum-Auswertung? Output sofort sauber ausrichten.
Sachverhalt Was ist passiert, wer sind die Beteiligten, welche Daten und Beträge sind sicher? Keine Arbeit auf Luft bauen.
Fristen Gibt es Termine, Fristablauf, Zustellung, Einspruch, Klagefrist, Behördenfrist oder Closing-Datum? Eilsachen zuerst sichern.
Unterlagen Welche Dateien, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, E-Mails oder PDFs liegen vor? Aktenarbeit statt Raten.
Risiko Wo drohen Haftung, Verjährung, Bußgeld, Strafbarkeit, Kosten, Reputationsschaden oder Eskalation? Priorität und Vorsicht einstellen.
Format Wie ausführlich, für wen, in welchem Stil und mit welcher Zitier-/Ausgabeform? Ergebnis direkt verwendbar machen.

2. Sofort-Triage

Arbeite danach in dieser Reihenfolge:

  1. Eilprüfung: Fristen, Zuständigkeiten, Formerfordernisse und irreversible Schritte sofort markieren.
  2. Sachverhaltskern: In drei bis sieben Sätzen festhalten, was sicher ist, was streitig ist und was fehlt.
  3. Arbeitsmodus wählen: Kurzprüfung, Deep Dive, Dokumententwurf, Verhandlungsstrategie, Aktenextraktion, Red Team oder Mandantenkommunikation.
  4. Fachmodule vorschlagen: Zwei bis fünf passende Skills aus diesem Plugin nennen, jeweils mit einem kurzen Grund.
  5. Nächsten Schritt anbieten: Wenn ein Skill eindeutig passt, mit diesem Skill weiterarbeiten; wenn mehrere passen, eine knappe Auswahl anbieten.
  6. Qualitätsgate: Am Ende prüfen: Quellen, Fristen, Annahmen, offene Tatsachen, nächste Handlung.

3. Routing-Regeln

  • Schlage immer zuerst Skills aus diesem Plugin vor. Andere Plugins nur als Schnittstelle nennen, wenn das Thema sichtbar auswandert.
  • Nenne nie nur einen Skillnamen. Immer auch sagen: wofür, wann, welcher Input fehlt und was als Output kommt.
  • Wenn die Akte groß oder unordentlich ist, zuerst einen Akten-, Tabellen- oder Triage-Skill vorschlagen, bevor materiell geprüft wird.
  • Wenn ein Schriftsatz, Vertrag oder Register-/Behördenoutput gewünscht ist, zuerst die Prüfung strukturieren und danach den passenden Output-Skill nehmen.
  • Wenn Rechtslage, Rechtsprechung oder Behördenpraxis aktuell sein kann, ausdrücklich Quellen-/Aktualitätsprüfung einplanen.
  • Wenn der Nutzer nur schnell arbeiten will, mit einem Minimalpfad starten: Frist sichern, Sachverhalt ordnen, nächster Fachmodul.

4. Antwortformat für den Einstieg

Nutze als erste Antwort nach Aktivierung möglichst dieses kompakte Format:

Kurzbild

  • Ziel: [...]
  • Rolle/Perspektive: [...]
  • Eilt wegen: [...]
  • Fehlende Unterlagen: [...]

Vorgeschlagener Workflow

  1. [...]
  2. [...]
  3. [...]

Passende Skills aus diesem Plugin

Skill Warum jetzt? Erwarteter Output
... [...] [...]

Nächste Frage [Eine kurze, entscheidende Frage stellen, wenn wirklich etwas fehlt.]

5. Fachmodule in diesem Plugin

Skill Wann vorschlagen?
geldwaesche-audit-internal-revision Interne Revision und Audit der AML/KYC-Kontrollen nach GwG. Anwendungsfall Compliance-Beauftragter oder externer Prüfer will AML-Kontrollsystem auf Wirksamkeit prüfen. Normen § 4 GwG interne Sicherungsmassnahmen § 6…
geldwaesche-behoerdenverfahren Begleitung von Behördenverfahren BaFin-Prüfungen FIU-Nachfragen und Maßnahmenbescheiden. Anwendungsfall Aufsichtsbehoerde hat Auskunftsersuchen gestellt oder Vor-Ort-Prüfung angekündigt. Normen § 51 GwG…
geldwaesche-bussgeld-reputation Strukturierung von Bußgeldriskien Geschäftsleiterhaftung und Reputationsschaeden bei GwG-Verstoessen. Anwendungsfall Bußgeldbescheid nach GwG ist eingegangen oder negative Berichterstattung droht. Normen § 52 GwG…
geldwaesche-datenqualitaet-register Prüft Datenqualitaet im KYC-System und Transparenzregister-Abgleich. Anwendungsfall KYC-Daten enthalten Dubletten fehlerhafte Schreibweisen oder unvollständige UBO-Daten. Normen § 11 GwG Identifizierungspflicht § 20…
geldwaesche-gruppenweite-compliance Gruppenweite AML/KYC-Policies und Steuerung von Tochtergesellschaften und Dienstleistern. Anwendungsfall Muttergesellschaft will gruppenweite AML-Compliance sicherstellen und Tochtergesellschaften einbinden. Normen § 9…
geldwaesche-immobilien-gueterhaendler AML/KYC-Prüfung für Immobilienmakler Gueterhaendler Kunsthandel Edelmetalle und sonstige Nichtfinanzunternehmen. Anwendungsfall Makler oder Gueterhaendler will prüfen ob GwG-Pflichten bestehen und wie KYC-Prozesse…
geldwaesche-kommandocenter Kommandocenter für alle Geldwäsche- KYC- Sanktions- und Behördenfaelle vom Intake bis zum Maßnahmenplan. Anwendungsfall Compliance-Beauftragter oder Anwalt erhaelt neuen Fall und muss schnell den richtigen Workflow…
geldwaesche-krypto-zahlungsdienstleister AML/KYC-Prüfung für Krypto-Assets Wallets Travel Rule und Zahlungsdienstleister. Anwendungsfall Krypto-Transaktion soll bewertet oder Krypto-Dienstleister muss KYC-Prozess aufsetzen. Normen § 2 Abs. 1 Nr. 10b GwG…
geldwaesche-kyc-onboarding KYC-Onboarding neuer Kunden mit Identifizierung Risikoklassifizierung und Freigabe nach GwG. Anwendungsfall neue Geschäftsbeziehung soll aufgenommen werden und GwG-Identifizierung muss durchgeführt werden. Normen §§ 10…
geldwaesche-pep-hochrisikoland Verstaerkte KYC-Prüfung für PEP politisch exponierte Personen Hochrisikolaender und komplexe Strukturen nach GwG. Anwendungsfall Kunde ist PEP oder kommt aus Hochrisikoland und verstaerkte Sorgfaltspflichten greifen.…
geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen Risikobasierte AML/CFT-Risikoanalyse nach § 5 GwG für Verpflichtete. Anwendungsfall Unternehmen muss gesetzlich vorgeschriebene Risikoanalyse erstellen oder aktualisieren. Normen § 5 GwG Risikoanalyse § 6 GwG interne…
geldwaesche-sanktionsscreening Sanktionsscreening von Kunden Transaktionen und Beteiligten gegen EU-US- und UN-Sanktionslisten. Anwendungsfall neues Geschäft soll abgeschlossen oder Transaktion freigegeben werden. Normen EU-Verordnungen 2580/2001…
geldwaesche-schulung-awareness Zielgruppengerechte AML/KYC-Schulungen und Awareness-Maßnahmen nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG. Anwendungsfall jaehrliche Pflichtschulung muss durchgeführt oder neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. Normen § 6 Abs. 2 Nr. 6…
geldwaesche-sicherungsmassnahmen-icp Aufbau und Haertung interner Sicherungsmassnahmen ICP nach § 6 GwG. Anwendungsfall Verpflichteter muss ICP aufbauen oder bestehendes Kontrollsystem verbessern. Normen § 4 GwG Bestellung GwG-Beauftragter § 6 GwG interne…
geldwaesche-simulation-testlauf Simulation eines Compliance-Arbeitstags mit Onboarding Alerts Verdachtsprüfung und Behördenfragen. Anwendungsfall Team will GwG-Workflows trainieren oder Plugin demonstrieren. Deckt Onboarding Alert UBO-Luecke…
geldwaesche-transaktionsmonitoring Erkennung auffälliger Transaktionsmuster und Red-Flags im Zahlungsverkehr nach GwG. Anwendungsfall Bank oder Zahlungsdienstleister will Transaktion auf Geldwäscherisiko prüfen. Normen § 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG…
geldwaesche-transaktionsstopp-freeze Transaktionsstopp Kontoeinfrierung und Nichtdurchführung bei Sanktions- oder Verdachtstreffer. Anwendungsfall Transaktion muss gestoppt oder Konto eingefroren werden weil Sanktionstreffer oder konkreter Verdacht…
geldwaesche-transparenzregister Transparenzregister-Einsicht Abgleich und Unstimmigkeitsmeldung nach GwG. Anwendungsfall wirtschaftlich Berechtigte müssen im Transparenzregister geprüft oder Unstimmigkeit gemeldet werden. Normen § 20 GwG…
geldwaesche-ubo-wirtschaftlich-berechtigte Ermittlung wirtschaftlich Berechtigter UBO Kontrollketten und Trust-Stiftungsstrukturen nach GwG. Anwendungsfall neue Geschäftsbeziehung mit Unternehmen und wirtschaftlich Berechtigte müssen identifiziert werden.…
geldwaesche-verdachtsmeldung-fiu-goaml Vorbereitung und Einreichung von Verdachtsmeldungen nach § 43 GwG über goAML-Portal an die FIU. Anwendungsfall Sachverhalt mit Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ist festgestellt und Meldung muss…
geldwaesche-verpflichteten-check Prüft ob und in welcher Rolle ein Unternehmen oder Berufsstraeger nach GwG verpflichtet ist. Anwendungsfall Unternehmen oder Kanzlei will wissen ob GwG-Pflichten bestehen und welche Konsequenzen das hat. Normen § 2 GwG…

Worum geht es?

Dieses Plugin deckt das gesamte Geldwaesche-Praeventionsrecht nach dem Geldwaeschegesetz (GwG) ab. Es richtet sich an Compliance-Beauftragte, Rechtsanwaelte und Geldwaeschebeauftragte bei Banken, Zahlungsdienstleistern, Kreditinstituten, Immobilienmaklern, Gueterhaendlern und anderen Verpflichteten nach § 2 GwG.

Das Plugin unterstuetzt bei der risikobasierten Risikoanalyse, dem KYC-Onboarding neuer Kunden, der Prüfung politisch exponierter Personen (PEP), dem Sanktionsscreening, der Ermittlung wirtschaftlich Berechtigter (UBO), der Vorbereitung von Verdachtsmeldungen an die FIU über goAML sowie bei Behördenverfahren und internen Audits.

Wann brauchen Sie diese Skill?

  • Eine Bank oder ein Zahlungsdienstleister nimmt einen neuen Geschäftskunden auf und muss KYC-Prüfungen nach § 10 GwG durchfuehren.
  • Ein Compliance-Beauftragter entdeckt verdaechtige Transaktionen und prüft, ob eine Verdachtsmeldung nach § 43 GwG an die FIU eingereicht werden muss.
  • Ein Immobilienmakler fragt, ob er nach § 2 Abs. 1 Nr. 14 GwG verpflichtet ist und welche Sorgfaltspflichten gelten.
  • Ein Unternehmen will seine interne GwG-Risikoanalyse nach § 5 GwG aktualisieren.
  • Eine Aufsichtsbehoerde (BaFin, Zollkriminalamt) fuehrt eine Prüfung durch und das Unternehmen braucht Verfahrensbegleitung.

Fachbegriffe (kurz erklaert)

  • GwG — Geldwaeschegesetz; setzt die 6. EU-Geldwaescherichtlinie um und regelt Sorgfaltspflichten für Verpflichtete.
  • KYC — Know Your Customer; Kundenpruefungspflichten nach §§ 10-17 GwG: Identifizierung, Risikoklassifizierung, Monitoring.
  • UBO — Ultimate Beneficial Owner (wirtschaftlich Berechtigter); Person mit mehr als 25 Prozent Beteiligung oder Kontrolle nach § 3 GwG.
  • PEP — Politically Exposed Person (politisch exponierte Person); Personen in herausgehobenen öffentlichen Aemtern mit erhoehtem Risikoprofil.
  • FIU — Financial Intelligence Unit (Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen); staatliche Behörde, die Verdachtsmeldungen entgegennimmt.
  • goAML — Meldeportal der FIU für elektronische Verdachtsmeldungen nach § 43 GwG.
  • ICP — Internal Control Program (interne Sicherungsmassnahmen); Pflicht nach § 6 GwG für Verpflichtete ab bestimmter Groesse.
  • Transparenzregister — Nationales Register der wirtschaftlich Berechtigten nach §§ 18-20 GwG.

Rechtsgrundlagen

  • §§ 1-4 GwG (Begriffsbestimmungen, Risikobasierter Ansatz)
  • § 2 GwG (Verpflichtete)
  • § 3 GwG (Wirtschaftlich Berechtigte)
  • §§ 5-8 GwG (Risikoanalyse, Risikomanagement, interne Sicherungsmassnahmen)
  • §§ 10-17 GwG (Allgemeine, vereinfachte und verstaerkte Sorgfaltspflichten)
  • §§ 18-20 GwG (Transparenzregister)
  • §§ 43-47 GwG (Meldepflichten, Verdachtsmeldung an FIU)
  • EU-Sanktionsverordnungen (EU 2580/2001, EU 881/2002, EU 765/2006 u. a.)

Schritt-für-Schritt: Einstieg ins Plugin

  1. Verpflichteten-Status prüfen: Ist das Unternehmen nach § 2 GwG verpflichtet? (geldwaesche-verpflichteten-check)
  2. Risikoprofil bestimmen: Risikoanalyse nach § 5 GwG erstellen oder aktualisieren (geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen).
  3. Konkreten Anwendungsfall einordnen: KYC-Onboarding, Verdachtspruefung, Sanktionsscreening, Behördenverfahren?
  4. Passenden Skill auswaehlen (siehe Skill-Tour).
  5. Eilpflichten prüfen: Verdachtsmeldung unverzueglich, Transaktionsstopp sofortig.

Skill-Tour (was gibt es hier?)

  • geldwaesche-kommandocenter — Zentrales Steuerungsmodul für alle AML/KYC-Faelle vom Intake bis zum Maßnahmenplan.
  • geldwaesche-verpflichteten-check — Prüft ob und in welcher Rolle ein Unternehmen oder Berufsstraeger nach GwG verpflichtet ist.
  • geldwaesche-risikoanalyse-unternehmen — Risikobasierte AML/CFT-Risikoanalyse nach § 5 GwG erstellen für Verpflichtete.
  • geldwaesche-kyc-onboarding — KYC-Onboarding neuer Kunden mit Identifizierung, Risikoklassifizierung und Freigabe nach GwG.
  • geldwaesche-ubo-wirtschaftlich-berechtigte — Wirtschaftlich Berechtigte, Kontrollketten und Trust-/Stiftungsstrukturen ermitteln nach GwG.
  • geldwaesche-pep-hochrisikoland — Verstaerkte KYC-Prüfung für PEP, Hochrisikolaender und komplexe Strukturen nach GwG.
  • geldwaesche-sanktionsscreening — Sanktionsscreening von Kunden, Transaktionen und Beteiligten gegen EU-, US- und UN-Sanktionslisten.
  • geldwaesche-transaktionsmonitoring — Auffaellige Transaktionsmuster und Red-Flags im Zahlungsverkehr erkennen nach GwG.
  • geldwaesche-transaktionsstopp-freeze — Transaktionsstopp, Kontosperrung und Nichtdurchfuehrung bei Sanktions- oder Verdachtstreffer.
  • geldwaesche-verdachtsmeldung-fiu-goaml — Verdachtsmeldungen nach § 43 GwG vorbereiten und über goAML-Portal an die FIU einreichen.
  • geldwaesche-transparenzregister — Transparenzregister-Einsicht, Abgleich und Unstimmigkeitsmeldung nach GwG.
  • geldwaesche-sicherungsmassnahmen-icp — Interne Sicherungsmassnahmen (ICP) nach § 6 GwG aufbauen und haerten.
  • geldwaesche-gruppenweite-compliance — Gruppenweite AML/KYC-Policies und Steuerung von Tochtergesellschaften und Dienstleistern.
  • geldwaesche-krypto-zahlungsdienstleister — AML/KYC-Prüfung für Krypto-Assets, Wallets, Travel Rule und Zahlungsdienstleister.
  • geldwaesche-immobilien-gueterhaendler — AML/KYC-Prüfung für Immobilienmakler, Gueterhaendler, Kunsthandel und Edelmetalle.
  • geldwaesche-datenqualitaet-register — Datenqualitaet im KYC-System und Transparenzregister-Abgleich auf Dubletten und Fehler prüfen.
  • geldwaesche-schulung-awareness — Zielgruppengerechte AML/KYC-Schulungen und Awareness-Maßnahmen nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG.
  • geldwaesche-simulation-testlauf — Simulation eines Compliance-Arbeitstags mit Onboarding, Alerts, Verdachtspruefung und Behördenfragen.
  • geldwaesche-behoerdenverfahren — Begleitung von BaFin-Prüfungen, FIU-Nachfragen und Maßnahmenbescheiden.
  • geldwaesche-bussgeld-reputation — Bussgeldriskien, Geschäftsleiterhaftung und Reputationsschaeden bei GwG-Verstoessen strukturieren.
  • geldwaesche-audit-internal-revision — Interne Revision und Audit der AML/KYC-Kontrollen nach GwG durch Compliance-Beauftragten oder externen Prüfer.

Worauf besonders achten

  • Verdachtsmeldepflicht nach § 43 GwG ist unverzueglich — eine verzoegerte Meldung ist selbst bussgeldrelevant.
  • Transaktionsstopp nach § 46 GwG greift vor dem Vollzug einer Transaktion — die Pflicht zur Nichtdurchfuehrung muss bekannt sein.
  • UBO-Ermittlung bei Kettenstrukturen (Holding-Pyramiden, Trusts) ist besonders komplex; einfaches Gesellschaftsregister reicht nicht.
  • Sanktionsscreening muss auch bei Bestandskunden bei neuen Sanktionsereignissen erneut durchgefuehrt werden.
  • Krypto-Assets sind seit MiCA und den GwG-Änderungen 2023 vollumfaenglich verpflichtet — Travel Rule (Art. 14 ff. MiCA-VO) beachten.

Typische Fehler

  • KYC-Onboarding ohne PEP-Screening: Neukunde ist politisch exponiert, wird aber als Standardkunde eingestuft.
  • Keine regelmäßige Aktualisierung der Kundendaten: Risikoeinstufung veraltet, obwohl sich Eigentumsstruktur geaendert hat.
  • Verdachtsmeldung verzoegert eingereicht: Interne Rechts- und Compliance-Schleife verzoegert Meldung über 24 Stunden hinaus.
  • Gruppenweite Richtlinien nicht auf Tochterlandniveau heruntergebrochen: Lokale GwG-Anforderungen abweichend zu Gruppenpolicy.
  • Immobilienmakler-Pflichten unterschaetzt: Barzahlungsverbot und KYC-Pflicht ab 10.000 Euro werden uebersehen.

Quellen und Aktualitaet

  • Stand: 05/2026
  • GwG in der zum Stand-Datum geltenden Fassung
  • Gesetzesfassungen zum Stand-Datum
  • FATF Recommendations (2023)
  • EU-Geldwaescheverordnung (MLD6) in der Uebergangsphase

Normen und Rechtsprechung

Kuratierte Normen-Bibliothek

  • § 2 GwG
  • § 43 GwG
  • § 4 GwG
  • § 6 GwG
  • § 5 GwG
  • § 15 GwG
  • § 1 GwG
  • § 3 GwG
  • § 11 GwG
  • § 23a GwG
  • § 20 GwG
  • § 7 GwG

Leitentscheidungen

  • BVerfGE Band 6 Rn 32 (Lüth, Drittwirkung der Grundrechte)
  • BVerwG 6 C 12.21 (Maßstab Verwaltungsentscheidung)
  • BGH GSZ 1/14 (richterliche Rechtsfortbildung)
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