name: eu-china-trade-risk-dashboard description: "Aufbau eines EU-China-Handelsrisiko-Dashboards für Unternehmen: Datenquellen (Eurostat, BMWK, BAFA), Abhängigkeitsindikatoren, Sektorrisiko-Scores, De-risking-Fortschritts-KPIs, Anti-Dumping/Countervailing-Watch, FDI-Meldestatus. Output: Dashboard-Struktur mit Datenquellen-Matrix und Aktualisieru..."
EU-China Trade-Risk-Dashboard: Aufbau und Betrieb
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachkern: EU-China Trade-Risk-Dashboard: Aufbau und Betrieb
- Normen-/Quellenanker: AWG/AWV, EU-Dual-Use, Sanktionen, Zoll/USt, Incoterms, Lieferkette/LkSG/CSDDD, IP-/Know-how-Schutz, Datenschutz/Cybersecurity und lokale China-Compliance live prüfen.
- Entscheidende Weiche: Ordne Lieferant, Werk, Datenfluss, Zahlungsweg, Exportgut, politisches Risiko, IP-Leck und Exit-Szenario getrennt.
Begleitet Mandanten und Berater im Wirtschaftsverkehr mit der Volksrepublik China. Ausgangspunkt ist der konkrete Mandantenfall; Ergebnis ist stets ein verwertbares Arbeitsprodukt.
Mandantenfall
Fall 1: Ein Konzern-CFO will ein monatliches China-Risikomonitoring, das er dem Aufsichtsrat vorlegen kann.
Fall 2: Eine Compliance-Abteilung sucht ein Tool, das Handelsrestriktionen, Anti-Dumping-Verfahren und FDI-Prüfungen automatisch trackt.
Fall 3: Ein M&A-Team fragt, welche Datenpunkte ein China-Risk-Score für potenzielle Akquisitionsziele enthalten sollte.
Erste Schritte
- Risikodimensionen festlegen: Handelsbilanz, Lieferkettenkonzentration, Regulierungs-/Sanktionsrisiko, politisches Risiko.
- Datenquellen identifizieren: Eurostat Außenhandel, BMWK-Handelsberichte, BAFA-Bescheide, EU-Amtsblatt (Anti-Dumping), BIS-Entity-List.
- KPI-Struktur definieren: Lieferantenkonzentration, Single-Source-Anteil, Genehmigungsquote BAFA.
- Aktualisierungsrhythmus festlegen: monatlich für Handelsdaten, täglich für Sanktions-/Exportkontrolllisten.
- Dashboard-Tool wählen: Excel, Power BI, interne Compliance-Plattform.
- Eskalationslogik definieren: ab welchem KPI-Wert geht Alarm an Geschäftsführung.
Rechtsrahmen
Verbindliches Recht und anerkannte Soft-Law-Quellen für diesen Skill:
- EU-VO 2019/452 Art. 4 und 9: Sektoren und Informationspflichten im FDI-Screening.
- EU-VO 2016/1036: Anti-Dumping-Basisverordnung, Verfahrensübersicht.
- EU-VO 2016/1037: Antisubventionsrecht, Countervailing-Verfahren.
- §§ 55-62a AWV: Meldepflichten und Fristen als Dashboard-Trigger.
- BIS Entity List (USA) – keine DE-Rechtsquelle, aber Compliance-Referenz für Export-Touchpoints.
Quellen sind getrennt nach deutschem Recht, EU-Recht und chinesischem Recht zu handhaben. Bei Widersprüchen gilt: Verbindliches Recht geht Soft Law vor; aktueller Stand ist zu prüfen.
Prüfraster
Schritt für Schritt abzuarbeiten, Ergebnisse dokumentieren:
- Sind alle relevanten Handelsdatenquellen angebunden?
- Werden Anti-Dumping- und Antisubventions-Verfahren der EU-Kommission automatisch erfasst?
- Ist der FDI-Meldestatus nach AWV und EU-VO 2019/452 integriert?
- Gibt es einen Sanktions-/Entity-List-Abgleich für Lieferanten und Abnehmer?
- Ist der Aktualisierungsrhythmus für alle Datenquellen dokumentiert?
Typische Fallstricke
Aus der Beratungspraxis: Diese Fehler sollten aktiv vermieden werden.
- Veraltete Daten: Handelsstatistiken haben Verzögerung von 2-3 Monaten – für Tagesentscheidungen nicht geeignet.
- Fehlende Tier-2/Tier-3-Daten: Dashboard erfasst nur direkte Lieferanten, nicht tiefere Lieferkette.
- Keine Eskalationslogik: Dashboard ohne automatischen Alert ist wirkungslos.
Gegenposition
Folgende Gegenargumente sind im Mandantengespräch zu adressieren:
- Behörde (BMWK/BAFA): Behältst du den Ermessensspielraum der Behörde im Blick?
- Vertragspartner China: Welche Interessen und Risikobewertungen hat die chinesische Seite?
- Investoren/Aufsichtsrat: Sind ESG- und Menschenrechts-Anforderungen berücksichtigt?
- Compliance: Wurde auf Exportkontroll- und Sanktions-Risiken geprüft?
Quellen
Nur frei prüfbare Quellen aus erlaubten Domains. Rechtsprechung nur mit Gericht und Datum.