name: finanzplan-mandantenkommunikation description: "Finanzplan: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage im DFG-Förderantragstellung: 1. Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber? 2. Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden? 3. Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist..."
Finanzplan: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage
Regelungs- und Quellenanker
Arbeitsfokus: Finanzplan: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage. Prüfe diese Anker am Sachverhalt; ergänze nur Normen, die denselben Output, dieselbe Frist oder dieselbe Beweisfrage tragen:
§ 7 Abs. 1 BHO— Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und plausibler Mitteleinsatz.§ 23 BHO— Zuwendungszweck und erhebliches Bundesinteresse als Förderlogik.§ 44 Abs. 1 BHO— Bewilligung, Nachweis und Prüfung von Zuwendungen.§ 55 Abs. 1 BHO— Vergabebezug bei Beschaffung aus Fördermitteln.§ 58 BHO— Änderung von Verträgen und haushaltsrechtliche Bindungen.Art. 91b Abs. 1 GG— Bund-Länder-Kooperation in der Forschungsförderung.DFG-Vordruck Sachbeihilfe Finanzierungsplan— Personal, Geräte, Verbrauchsmittel und Reisen getrennt begründen.DFG-Kodex Leitlinie 7— Qualitätssicherung auch bei Mittelverwendung und Dokumentation.
Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.
Spezialwissen: Finanzplan: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage
- Normen-/Quellenanker: DFG, KI.
Fallweichen
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
- Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
- Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
- Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
- Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
- Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
Arbeitsworkflow
- Fallbild bilden: Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
- Rechtsrahmen setzen: Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld Finanzplan prüfen.
- Prüfpunkte abarbeiten: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
- Risiko bewerten: Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
- Anschluss bauen: Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
DFG-Finanzplan: Strukturpositionen (Verwendungsrichtlinien vor Ausgabe live verifizieren)
| Position | Hinweis |
|---|---|
| Personalmittel - Postdoc / wiss. MA | Pauschalsätze nach DFG-Tabelle (vor Ausgabe verifizieren) |
| Personalmittel - Promovierende | 65 %- oder 75 %-Pauschale typisch nach Disziplin |
| Studentische Hilfskräfte (SHK) | Stunden- oder Monatspauschale |
| Sachmittel | Verbrauchsmittel, Reagenzien, Materialien |
| Reisemittel | Konferenzen, Feldforschung, Kollaborationsbesuche |
| Geräte > 10.000 EUR netto | Einzelbegründung mit Marktvergleich, Angeboten |
| Publikationskosten | Open Access Publikationskostenpauschale |
| Programmpauschale | 22 % auf direkte Mittel (für Universitäten, vor Ausgabe verifizieren) |
Norm-/Quellenbezug konkret
- DFG-Verwendungsrichtlinien Allgemeine Bedingungen für Sachbeihilfen (DFG-Vordruck 2.00 oder Folgevordruck).
- BHO § 44 / Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen (ANBest-P) - regelmäßig nicht direkt, sondern modifiziert durch DFG-Verwendungsrichtlinien.
- TVöD-Bund / TV-L als Personalkostengrundlage (Pauschalsätze nach DFG).
Praktischer Tipp
- Personalmittelpauschale abrufen statt selbst rechnen; DFG akzeptiert die eigenen Tabellenwerte. Eigene Berechnungen führen häufig zu Rückfragen.
- Programmpauschale: nur bei Universitäten und vergleichbaren Einrichtungen, nicht bei reinen Forschungsinstituten (variiert). 22 % auf direkte Mittel ist regelmäßig pauschaler Aufschlag; die Einrichtung erhält ihn nicht zur Verfügung der Forschungsperson, sondern zur Deckung von Overhead.
- Geräte > 10.000 EUR: Einzelbegründung muss enthalten: technische Anforderung, drei (Vergleichs-)Angebote, Mitnutzung anderer Forschender, Aufstellungsort, Wartung.
Trade-off: Vollzeit-Postdoc vs. zwei Promovierende
| Pfad | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| 1 x 100 % Postdoc | hohe Expertise, schnelle Ergebnisse | hohe Kosten, abhängig von einer Person |
| 2 x 65 % Promovierende | Nachwuchsförderung, Risikodiversifikation | längere Einarbeitungszeit, weniger Output |
| Mix (1 Postdoc + 1 Promovierende) | Skalierung, Mentoring | komplexere Personalführung |
Empfehlung: Vom Projektprofil abhängig - methodisch anspruchsvolle Pilotprojekte eher Postdoc; thematisch breite, mehrjährige Forschungsfragen eher mehrere Promovierende.
Beispiel-Mustertext (Geräte-Einzelbegründung)
Für die Durchführung des Vorhabens wird ein [Gerätetyp, Modell] mit einem Anschaffungswert von EUR [...] netto benötigt. Das Gerät dient [konkreter Methodenschritt, z. B. "der Quantifizierung von X-Konzentrationen im Bereich Y nmol/L"]. Eine Nutzung vorhandener Geräte der Einrichtung ist nicht möglich, weil [konkrete technische Begründung]. Drei Vergleichsangebote (Anlage [n], [n+1], [n+2]) wurden eingeholt; gewählt wird das Angebot der Firma [...] aufgrund [Spezifikation, Preis-Leistung]. Das Gerät wird in [Räumlichkeit] aufgestellt und steht nach Projektende weiteren Nutzern der Einrichtung zur Verfügung.
Typische Fehler
- Personalmittel zu konkret beziffert ("Postdoc Frau X, TV-L E 13"), statt die DFG-Pauschalen zu nutzen - bei Mitarbeiter-Wechsel Anpassungsbedarf.
- Geräteanschaffung ohne Verfügbarkeitsprüfung vorhandener Geräte; Reviewer schlagen "Mitnutzung" vor und kürzen.
- Programmpauschale fehlt oder ist falsch berechnet.