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Restrisiko nach Massnahmen bewerten und Vorab-Konsultation Art. 36 DSGVO vorbereiten. Output: Konsultationsantrag mit Verarbeitungsbeschreibung Massnahmen Restrisiko Begruendung warum die Konsultation erforderlich ist.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: dsfa-restrisiko-und-art-36-konsultation description: "Restrisiko nach Maßnahmen bewerten und Vorab-Konsultation Art. 36 DSGVO vorbereiten. Output: Konsultationsantrag mit Verarbeitungsbeschreibung Maßnahmen Restrisiko Begruendung warum die Konsultation erforderlich ist."

Restrisiko und Vorab-Konsultation nach Art. 36 DSGVO

Wann dieses Modul hilft

  • Wenn die DSFA-Risikoanalyse nach Maßnahmen ein hohes Restrisiko ergibt
  • Wenn die Aufsichtsbehoerde von sich aus eine Konsultation anregt
  • Bei besonders sensiblen Verarbeitungen, bei denen die Konsultation reputationsklug erscheint
  • Vor Einfuehrung neuer Hochrisiko-Technologien (KI nach Anhang III KI-VO, Biometrie)

Rechtlicher Rahmen

  • Art. 36 Abs. 1 DSGVO: Konsultationspflicht bei voraussichtlich hohem Risiko trotz Maßnahmen.
  • Art. 36 Abs. 2 DSGVO: Aufsichtsbehoerde hat 8 Wochen zur schriftlichen Empfehlung, verlaengerbar um 6 Wochen bei komplexen Faellen.
  • Art. 36 Abs. 3 DSGVO: erforderlicher Inhalt des Konsultationsersuchens (Verantwortliche, Aufgabenteilung, Zwecke, Maßnahmen, Kontaktdaten DSB, DSFA, sonstige Informationen).
  • Art. 36 Abs. 4 DSGVO: Konsultation bei gesetzgeberischen Maßnahmen.
  • Art. 36 Abs. 5 DSGVO: nationale Sonderregeln zur Voraberlaubnis oder Vorabkonsultation.
  • Art. 58 Abs. 3 lit. a DSGVO: Aufsichtsbehoerden dürfen Empfehlungen aussprechen oder Verarbeitung untersagen.
  • Art. 83 Abs. 4 lit. a DSGVO: Bussgeldtatbestand bei Verstoss gegen Art. 36.

Ablauf 6-Schritte-Methodik

  1. Verarbeitungsbeschreibung. Vollstaendige Beschreibung aus der DSFA uebernehmen — Zweck, Datenarten, Betroffene, Empfaenger, Technologie, Drittlandbezug.
  2. Verhältnismäßigkeitspruefung. Wurde die Verhältnismäßigkeitspruefung der DSFA mit nachvollziehbarem Ergebnis abgeschlossen? Wenn nein, zurueck zur DSFA.
  3. Risikoanalyse. Risikomatrix vor und nach Maßnahmen; Identifizierung der Szenarien, die im hohen Bereich verbleiben.
  4. Maßnahmen. Sind alle technisch und organisatorisch zumutbaren Maßnahmen ergriffen? Prüfung Art. 32 DSGVO, Stand der Technik, Implementierungskosten gegen Risikoreduktion.
  5. Restrisiko. Wenn hoch verbleibend: Art. 36 Konsultation Pflicht. Begruendung warum das Restrisiko nicht weiter reduzierbar ist (Wirtschaftlichkeit, technische Grenzen, gesetzlicher Zweck).
  6. Konsultation / Genehmigung. Konsultationsantrag an die zuständige Aufsichtsbehoerde mit den Inhalten nach Art. 36 Abs. 3 DSGVO. Frist 8 Wochen; Verarbeitung darf bis zur Antwort nicht aufgenommen werden.

Mustertext / Template (Konsultationsantrag)

VORAB-KONSULTATION NACH ART. 36 DSGVO
[DATUM, AKTENZEICHEN intern]

An: [Zustaendige Aufsichtsbehoerde, Anschrift]

Antragsteller (Verantwortlicher)
- Name / Firma: [...]
- Sitz: [...]
- Kontaktdaten: [...]
- DSB: [Name, E-Mail]

Falls gemeinsam Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter beteiligt
- Rollen und Aufgabenteilung nach Art. 26 / Art. 28 DSGVO: [...]

1. Beschreibung der Verarbeitung
[Zweck, Datenarten, Betroffene, Technologie, Aufbewahrung, Drittlandbezug]

2. Rechtsgrundlage
[Art. 6 / Art. 9 DSGVO, ggf. § ... BDSG / Spezialgesetz]

3. DSFA Zusammenfassung
[Schwellwertanalyse, Risikobewertung, Massnahmen, Restrisiko]

4. Restrisiko
[Welche Szenarien bleiben im hohen Bereich? Warum nicht weiter reduzierbar?]

5. Geplante Massnahmen
[Technisch, organisatorisch, vertraglich]

6. Begruendung der Konsultation
[Warum nach Massnahmen weiterhin voraussichtlich hohes Risiko nach Art. 36 Abs. 1 DSGVO]

7. Anlagen
- DSFA in vollstaendiger Fassung
- AVV-Entwurf
- Datenflussdiagramm
- DSB-Stellungnahme
- TOM-Konzept

Mit freundlichen Gruessen
[Unterschrift Verantwortlicher]
[Unterschrift DSB]

Hinweise zur Frist

  • 8 Wochen Antwortfrist Art. 36 Abs. 2 DSGVO ab vollstaendigem Eingang.
  • Verlaengerung um 6 Wochen möglich, schriftlich mitzuteilen.
  • Verarbeitungsbeginn vor Antwort: Pflichtverletzung, kann Anordnung und Bussgeld ausloesen (Art. 58, Art. 83 DSGVO).
  • Wenn Aufsichtsbehoerde untersagt: aufschiebende Wirkung beachten; Rechtsbehelfe nach VwGO bzw. § 20 BDSG.

Typische Fehler

  • Restrisiko wird kuenstlich kleingerechnet, um Art. 36 zu vermeiden — bei spaeterem Vorfall verdoppelter Vorwurf (Materialfehler plus Verfahrensfehler).
  • Antrag enthaelt keine Aufgabenteilung gemeinsam Verantwortlicher.
  • DSFA wird nicht beigefuegt — Antrag wird zurueckgewiesen.
  • Verarbeitung wird vor Antwort der Aufsicht aufgenommen.
  • Frist 8 Wochen wird nicht im Projektplan beruecksichtigt.
  • Anlagen fehlen — Aufsichtsbehoerde fordert nach und Frist beginnt erst dann.

Quellen Stand 06/2026

  • Art. 36 Abs. 1, 2, 3, 4, 5 DSGVO
  • Art. 35 Abs. 11 DSGVO
  • Art. 58, 83 DSGVO
  • EDSA-Leitlinien WP 248 rev.01
  • BfDI / Landesbehoerden — Verfahrenshinweise zur Vorabkonsultation
  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe verifizieren
  • Literatur: Kommentar- und Aufsatzfundstellen nur bei eigener Quelle
Install via CLI
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