name: look-feel-matter-file description: "Corporate-Cowork-Design: Definiert die visuelle Oberflaeche für Partner, Counsel und Associates. Ruhig, edel, blaeulich-silbern; Orange für Entscheidungspunkte. Statuskarten, Ampeln und dichte Deal-Information statt Marketing. Keine Spielerei, keine Dekoration im Corporate Kanzlei."
Corporate-Cowork-Look — Design und Ausgabestandard
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO; AO §§ 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachlicher Kern — Gesellschaftsrecht und Corporate Law
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
Corporate-Cowork-Look — Design und Ausgabestandardund löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - Normenradar: GmbHG §§ 3, 5, 13, 15, 16, 30, 34, 35, 40, 43, 46, 47, 49 ff.; AktG §§ 76, 93, 111, 119, 130, 243 ff.; HGB §§ 105 ff., 161 ff.; MoPeG/GesRÄndG-Folgen; UmwG; FamFG/Registerrecht; GWB/Fusionskontrolle bei Transaktionen.
- Verifizierte Anker: BGH, Urteil vom 08.11.2022 - II ZR 91/21 (zutreffende Gesellschafterliste/Listenstreit); BGH, Beschluss vom 18.03.2025 - II ZB 11/24 (Registerordner/Gesellschafterliste, Prüfungsumfang); BGH, Urteil vom 11.12.2006 - II ZR 166/05 und Urteil vom 12.04.2016 - II ZR 275/14 (Treuepflicht, Zustimmungspflichten); BGH, Urteil vom 30.09.2025 - II ZR 154/23 (Drittvergleich/verdeckte Vermögenszuwendung, Organ-/Beschlusskontrolle).
- Arbeitsmodus: Erst Gesellschaftsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Registerlage, wirtschaftliches Ziel und Minderheitenposition sortieren; dann Treuepflicht, Kapitalerhaltung, Haftung, Transaktions-Closing und Beweis-/Vollzugsrisiko prüfen.
- Outputpflicht: Beschluss-/Listenmatrix, Register-To-do, Board-/Beiratsvorlage, Closing-CP-Liste, Treuepflicht-Red-Team, Geschäftsführerhaftungsmemo oder Mandanten-Decision-Paper.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Fachkern: Corporate-Cowork-Look — Design und Ausgabestandard
- Corporate-Aufgabe (Corporate-Cowork-Look — Design und Ausgabestandard): Definiert die visuelle Oberflaeche für Partner, Counsel und Associates. Ruhig, edel, blaeulich-silbern; Orange für Entscheidungspunkte. Statuskarten, Ampeln und dichte Deal-Information statt Marketing. Keine Spielerei, keine Dekoration.
- Norm-/Dealanker: GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, Registerrecht, Beurkundung, Signing/Closing-Mechanik, Beschlusslage, Vollmachten, Datenraum und Haftungsallokation fallbezogen trennen.
- Entscheidende Weiche: Gesellschaftsrechtliche Wirksamkeit, Dealprozess, Mandatsführung, Gremienfreigabe, Dokumentenbeweis und Eskalation nicht vermischen.
- Arbeitsprodukt: Partnerfähiges Memo, Closing-/Action-Liste, Redline-Hinweis oder PMO-Board mit Verantwortlichen und Blockern.
Wann wird dieser Skill aufgerufen
Typische Auslöser:
- "Ich habe hier Corporate-Cowork-Look — Design und Ausgabestandard und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
- "Bitte prüfe das aus Sicht der Gesellschaft, Geschäftsführung, Gesellschafter oder Inhouse-Rechtsabteilung."
- "Mach daraus eine Beschlussvorlage, Partnernotiz, Mandantenmail oder Organunterlage."
- "Welche Register-, Beschluss-, Compliance- oder Fristpunkte fehlen noch?"
Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter oder /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.
Voraussetzungen und Kontext laden
Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter ~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/: mandat.md, history.md, chronologie.md, fristen.yaml und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.
Benötigte Unterlagen:
- Mandats-/Gesellschaftsprofil, Organigramm, Rollenmatrix und Eskalationskette.
- Kommunikationskanäle, Vertraulichkeitsstufen, Review-Gates und Beschlusskalender.
- Vorlagen für Board Paper, Beschlussvorlage, Statusbericht und Billing Narrative.
Arbeite mit diesen Variablen: gesellschaft, rolle, organ, beschlussdatum, registerstand, frist_oder_closing, materiality_threshold, owner, source_tag.
Workflow
- Corporate-Kontext fixieren. Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit
[Annahme - prüfen]weiter. - Quellen inventarisieren. Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als
[Mandant], Register als[Register], Gerichts-/Behördenquellen als[Primärquelle]und Modellwissen als[Modellwissen - prüfen]. - Organ- und Kompetenzebene trennen. Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
- Materiality-Schwelle setzen. Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
- Normenprüfung durchführen. Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
- Belegkette bauen. Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht
[zu verifizieren]. - Risikomatrix erstellen. Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
- Draft oder Review-Gate wählen. Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
- Hand-off vorbereiten. Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
- Abschlusskontrolle. Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.
Prüfraster im Gutachtenstil
Obersatz: Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.
1. Mandats- und Rollenrahmen. Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.
2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority. Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
- BRAO § 43a, BORA § 3 und BRAO § 49b für Verschwiegenheit, Konflikt und Honorar.
- GwG §§ 10 ff. für Mandatsannahme und wirtschaftlich Berechtigte.
- DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32 für Datenminimierung, Rollen und Sicherheit.
- BGB §§ 611a, 675 und 280 für Beratungs- und Haftungsrahmen.
3. Organpflichten und Business Judgment. Bei Geschäftsleitungs-, Aufsichtsrats- oder Beiratsentscheidungen ist zu fragen, ob die Entscheidung auf angemessener Informationsgrundlage, ohne sachfremde Interessen und zum Wohl der Gesellschaft vorbereitet ist. Für Organverantwortung: BGH, 21.04.1997 - II ZR 175/95, ARAG/Garmenbeck, https://dejure.org/1997,161 [dejure.org].
4. Register- und Gesellschafterlistenlogik. Bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder Beschlussfähigkeit ist § 16 GmbHG gesondert zu prüfen. Zur Legitimationswirkung der Gesellschafterliste: BGH, 20.11.2018 - II ZR 12/17, https://dejure.org/2018,47817 [BGH-Datenbank/dejure.org].
5. Vollzugshindernisse. Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?
6. Subsumtion. Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: § 15 GmbHG notarielle Form erfüllt? nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. § 46 GmbHG Zustimmung erforderlich? nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.
Zwischenergebnis: Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.
Output-Module
- Corporate-Vermerk: Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
- Beschluss-/Board-Paper-Modul: Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
- Issue List: Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
- Information Request: konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
- Matter-Update: kurzer Eintrag für
history.mdund ggf. Frist-/Owner-Eintrag fürfristen.yaml.
Quellen und Zitierregel
Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf dejure.org, openjur.de, bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, curia.europa.eu oder eur-lex.europa.eu. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: [Mandant], [Register], [BGH-Datenbank], [dejure.org], [EUR-Lex], [Web-Recherche - prüfen], [Modellwissen - prüfen].
Hand-Off zu anderen Skills
Nach diesem Skill weiter mit:
/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-deal-intake- wenn ein neues Corporate- oder Transaktionsmandat vollständig aufgenommen werden muss./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file- wenn Gesellschaftsprofil, Workstreams, Fristen und Dokumentenlog in eine laufende Akte geschrieben werden sollen./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter- wenn mehrere Corporate-Workstreams konkurrieren und der nächste Primärpfad neu bestimmt werden muss./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-steps-plan-pmo- wenn Termine, Beschlüsse, CPs, Freigaben und Owner in einen belastbaren Plan müssen./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-datenraum-aufbau- wenn Dokumente, Datenraumlücken oder Clean-Room-Fragen der nächste Engpass sind.
Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
- Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.
Berufsrechtliche Hinweise
Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.
Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden
Corporate-Cowork-Look — Design und Ausgabestandard
Triage — kläre vor der Ausgabegestaltung
- Wer ist der Adressat — Partner/Counsel intern, Mandant, Gegenpartei, Aufsichtsrat oder Gericht?
- Welches Ausgabeformat ist gefordert — Deal-Karte, Statusbericht, Präsentation, Protokoll, Schriftsatz?
- Vertraulichkeitsstufe — intern, mandantenvertraulich, nur Partner?
- Enthält die Ausgabe rote Schwellen oder Risiken, die optisch hervorgehoben werden müssen?
- Ist die Ausgabe für ein Board Meeting oder Gremium bestimmt, das besonders klare Struktur braucht?
Designprinzipien
Farbpalette
| Element | Farbe / Stil | Verwendung |
|---|---|---|
| Hintergrund Hauptfläche | Sehr helles Blaugrau (#F0F4F8) | Standardhintergrund aller Ausgaben |
| Primärtext | Tiefdunkelblau (#1A2B4A) | Fließtext, Tabelleninhalt, Überschriften |
| Akzent — Entscheidungspunkte | Warmes Orange (#E87722) | Rote Schwellen, offene Punkte, Deadlines, Freigabe |
| Akzent — Navigation / Links | Mittelblau (#2B6CB0) | Skill-Links, Anker, Querverweise |
| Tabellenhintergrund (gerade Zeilen) | Sehr helles Blau (#EBF4FF) | Lesbarkeit bei dichten Tabellen |
| Statusampel Grün | #38A169 | Workstream auf Kurs |
| Statusampel Gelb | #D69E2E | Verzögerung, Klärungsbedarf |
| Statusampel Rot | #E53E3E | Kritisch, rote Schwelle ausgelöst |
| Vertraulich-Markierung | Orange auf Dunkelblau | Deckblatt, Kopfzeile |
Typografie
- Überschriften (H1-H3): Serifenlos, Gewicht Bold/SemiBold; keine kursiven Überschriften.
- Fließtext: Serifenlos, Regular; Zeilenlänge max. 90 Zeichen.
- Tabellenkopf: Bold, Kleinschrift ODER Normalschrift mit Unterstreichung.
- Hervorhebungen: Fett für Norm-/Aktenzeichen und Entscheidungspunkte; kursiv nur für Zitate.
- Zahlen / Beträge: Tausenderpunkt (
1.000), Dezimalkomma (12,82 EUR), kein Apostroph.
Struktur und Layout
- Statuskarten bevorzugen: kompakte Tabelle mit Phase / Owner / Deadline / Risiko / Aktion.
- Kein Fließtext-Wust: maximal 3 Sätze pro Absatz; dann Tabelle oder Liste.
- Aufzählungen mit genau einem Gedanken pro Zeile; keine Schachtelsätze.
- Jeder Ausgabeblock hat eine sichtbare Überschrift (H2 oder H3).
- Deal-Karten immer mit Ampelstatus; Risikostatus immer explizit.
Ausgabestandards nach Adressat
| Adressat | Tonfall | Länge | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Partner / Counsel intern | Sachlich-juristisch, präzise | Kurz bis mittel | Deal-Karte + offene Punkte; keine Erklärungen |
| Associate intern | Anleitend, strukturiert | Mittel | Workflow-Schritte; Hinweise auf Normen und Muster |
| Mandant | Verständlich-erklärend | Mittel bis lang | Kein Fachjargon ohne Erläuterung; Handlungsempfehlung klar |
| Aufsichtsrat / Gremium | Sachlich, executive | Kurz | Executive Summary zuerst; Details in Anlage |
| Gegenpartei | Sachlich oder scharf-fristsetzend | Kurz bis mittel | Keine Konzessionen außer explizit gewünscht |
| Gericht | Formal-juristisch | Variabel | Schriftsatz-Format; Anträge zuerst |
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Adressat und Format bestimmen — Ausgabe auf Tabelle oben anpassen.
- Vertraulichkeitsstufe prüfen — Deckblatt oder Kopfzeile mit Vertraulichkeitsmarkierung.
- Risikoelemente identifizieren — rote Schwellen und offene Punkte farblich abheben (Orange).
- Struktur aufbauen: Executive Summary → Statusampel → Hauptinhalt → Offene Punkte → Freigabegrad.
- Tabellen bevorzugen — überall wo mehr als 3 Items verglichen werden.
- Qualitätscheck: Text ohne Fließtextblöcke > 5 Zeilen? Ampelstatus sichtbar? Freigabegrad angegeben?
- Ausgabe finalisieren — Version, Datum, Ersteller, Freigabestatus im Footer.
Output-Template Standardausgabe Deal-Dokument
Adressat: Deal-Team / Mandant (anpassen) — Tonfall sachlich-präzise
[VERTRAULICH — NUR FÜR INTERNE VERWENDUNG / MANDANTENVERTRAULICH]
TITEL: [Bezeichnung des Dokuments]
Mandat: [Mandatsname / Kürzel]
Datum: [TT.MM.JJJJ]
Version: [Nr.]
Ersteller: [Name, Funktion]
Freigabe: [Name, Funktion, Datum oder "ausstehend"]
─────────────────────────────────────────────────────────────
EXECUTIVE SUMMARY
[2-3 Sätze: Kernbotschaft, wichtigste Risiken, empfohlene Aktion]
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STATUSÜBERSICHT
| Workstream | Status | Owner | Nächste Aktion | Deadline |
|-----------|--------|-------|----------------|---------|
| [WS 1] | GRÜN | [Name]| [Aktion] | [Datum] |
| [WS 2] | GELB | [Name]| [Aktion] | [Datum] |
| [WS 3] | ROT | [Name]| [Aktion — DRINGEND] | [Datum] |
─────────────────────────────────────────────────────────────
HAUPTINHALT
[Abschnitte mit H2-Überschriften; Tabellen bevorzugen]
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ROTE SCHWELLEN / ENTSCHEIDUNGSPUNKTE
[ ] [Schwelle 1: Beschreibung — Owner, Frist]
[ ] [Schwelle 2: Beschreibung — Owner, Frist]
OFFENE PUNKTE
| Nr. | Punkt | Owner | Frist | Eskalation |
|----|-------|-------|-------|------------|
| 1 | [Punkt] | [Name] | [Datum] | [Stufe] |
─────────────────────────────────────────────────────────────
Freigabegrad: [Entwurf / Freigegeben / Vertraulich]
Nächste Review: [Datum]
Rote Schwellen (Design)
- Text überlappt Tabellen oder Karten → Struktur korrigieren; Tabelle in eigenem Block.
- Ampel- oder Freigabestatus fehlt → Deal-Karte unvollständig; Ampelzeile ergänzen.
- Unerklärte Farben oder dekorative Flächen ohne Informationsgehalt → entfernen; Farbe hat semantische Bedeutung.
- Fließtextblock > 5 Zeilen ohne Strukturierung → in Tabelle oder nummerierte Liste umwandeln.
- Vertraulichkeitskennzeichnung fehlt bei mandantenvertraulichem Dokument → sofort ergänzen.
Übergabe an andere Skills
corporate-kanzlei-kommandocenter— Deal-Karte im Corporate-Cowork-Formatcorporate-kanzlei-board-paper-business-judgment— Board Paper in diesem Design-Standardcorporate-kanzlei-billing-narratives— Billing-Output gemäß Design-Standardcorporate-kanzlei-output-versand-signing— Versandpaket im Corporate-Cowork-Format
Quellen und Vertiefung
- Keine spezifischen Rechtsnormen; Design-Standard ist prozessual, nicht materiell-rechtlich.
- Referenz: Corporate-Cowork-Designsystem (
assets/templates/cowork-ma-designsystem.md) - Vorlagen:
assets/templates/cowork-ma-dashboard.md,assets/templates/workflow-statuskarte.md