name: datenraum-aufbau description: "Virtuellen Datenraum strukturieren und befuellen für Private M&A, Public M&A, Carve-out und Distressed-Prozesse. Anwendungsfall: Verkaeuferkanzlei richtet DR ein oder Kaeufer hat Zugang erhalten. Normen: DSGVO Art. 28 (Auftragsverarbeitung), GwG, MAR Insider-Abgrenzung. Prüfraster: Index nach Wor"
Datenraum-Aufbau
Fachlicher Anker
- Normen: §§ 3, §§ 76, §§ 105.
- Entscheidungs-/Quellenanker: Tragende Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle einsetzen; keine Entscheidung aus Modellwissen erzwingen.
- Quellenhygiene:
references/quellenhygiene.mdundreferences/zitierweise.mdbeachten.
Fachkern: Datenraum-Aufbau
- Corporate-Aufgabe (Datenraum-Aufbau): Verkaeuferkanzlei richtet DR ein oder Kaeufer hat Zugang erhalten.
- Norm-/Dealanker: GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, Registerrecht, Beurkundung, Signing/Closing-Mechanik, Beschlusslage, Vollmachten, Datenraum und Haftungsallokation fallbezogen trennen.
- Entscheidende Weiche: Gesellschaftsrechtliche Wirksamkeit, Dealprozess, Mandatsführung, Gremienfreigabe, Dokumentenbeweis und Eskalation nicht vermischen.
- Arbeitsprodukt: Partnerfähiges Memo, Closing-/Action-Liste, Redline-Hinweis oder PMO-Board mit Verantwortlichen und Blockern.
Wann wird dieser Skill aufgerufen
Typische Auslöser:
- "Ich habe hier Datenraum-Aufbau und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
- "Bitte prüfe das aus Sicht der Gesellschaft, Geschäftsführung, Gesellschafter oder Inhouse-Rechtsabteilung."
- "Mach daraus eine Beschlussvorlage, Partnernotiz, Mandantenmail oder Organunterlage."
- "Welche Register-, Beschluss-, Compliance- oder Fristpunkte fehlen noch?"
Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter oder /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.
Voraussetzungen und Kontext laden
Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter ~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/: mandat.md, history.md, chronologie.md, fristen.yaml und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.
Benötigte Unterlagen:
- Datenraumindex, Q&A-Tracker, IRL und Disclosure-Log.
- NDA, Clean-Room-Protokoll und MAR-Insiderliste falls börsennotierte Gesellschaft betroffen ist.
- Registerauszüge, wesentliche Verträge, Litigation-Liste, IP/IT- und HR-Unterlagen.
Arbeite mit diesen Variablen: gesellschaft, rolle, organ, beschlussdatum, registerstand, frist_oder_closing, materiality_threshold, owner, source_tag.
Workflow
- Corporate-Kontext fixieren. Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit
[Annahme - prüfen]weiter. - Quellen inventarisieren. Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als
[Mandant], Register als[Register], Gerichts-/Behördenquellen als[Primärquelle]und Modellwissen als[Modellwissen - prüfen]. - Organ- und Kompetenzebene trennen. Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
- Materiality-Schwelle setzen. Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
- Normenprüfung durchführen. Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
- Belegkette bauen. Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht
[zu verifizieren]. - Risikomatrix erstellen. Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
- Draft oder Review-Gate wählen. Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
- Hand-off vorbereiten. Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
- Abschlusskontrolle. Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.
Prüfraster im Gutachtenstil
Obersatz: Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.
1. Mandats- und Rollenrahmen. Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.
2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority. Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:
- BGB §§ 311 Abs. 2, 241 Abs. 2 und 280 für vorvertragliche Aufklärungspflichten.
- GeschGehG §§ 2, 4, 6 und 17 für Geschäftsgeheimnisse im Datenraum.
- GWB §§ 35 ff. und § 41 sowie Art. 7 FKVO für Gun-Jumping und Clean-Room-Fragen.
- MAR Art. 7, 17 und 18 bei börsennotierter Gesellschaft.
3. Organpflichten und Business Judgment. Bei Geschäftsleitungs-, Aufsichtsrats- oder Beiratsentscheidungen ist zu fragen, ob die Entscheidung auf angemessener Informationsgrundlage, ohne sachfremde Interessen und zum Wohl der Gesellschaft vorbereitet ist. Für Organverantwortung: BGH, 21.04.1997 - II ZR 175/95, ARAG/Garmenbeck, https://dejure.org/1997,161 [dejure.org].
4. Register- und Gesellschafterlistenlogik. Bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder Beschlussfähigkeit ist § 16 GmbHG gesondert zu prüfen. Zur Legitimationswirkung der Gesellschafterliste: BGH, 20.11.2018 - II ZR 12/17, https://dejure.org/2018,47817 [BGH-Datenbank/dejure.org].
5. Vollzugshindernisse. Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?
6. Subsumtion. Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: § 15 GmbHG notarielle Form erfüllt? nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. § 46 GmbHG Zustimmung erforderlich? nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.
Zwischenergebnis: Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.
Output-Module
- Corporate-Vermerk: Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
- Beschluss-/Board-Paper-Modul: Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
- Issue List: Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
- Information Request: konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
- Matter-Update: kurzer Eintrag für
history.mdund ggf. Frist-/Owner-Eintrag fürfristen.yaml.
Quellen und Zitierregel
Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf dejure.org, openjur.de, bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, curia.europa.eu oder eur-lex.europa.eu. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: [Mandant], [Register], [BGH-Datenbank], [dejure.org], [EUR-Lex], [Web-Recherche - prüfen], [Modellwissen - prüfen].
Hand-Off zu anderen Skills
Nach diesem Skill weiter mit:
/corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-datenraum-gap-clean-room- wenn Informationslücken, Wettbewerberdaten oder Clean-Room-Grenzen geklärt werden müssen./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-due-diligence-legal- wenn aus Unterlagen ein Corporate-/Legal-DD-Befund gebaut werden soll./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-qa-information-requests- wenn Findings in Information Requests und Q&A übersetzt werden müssen./corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-due-diligence-reporting- wenn ein adressatengerechter DD-Report entstehen soll.
Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
- Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
- Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
- Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
- Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
- Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.
Berufsrechtliche Hinweise
Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.
Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden
Datenraum-Aufbau
Triage — klaere vor Aufbau
- Welche Plattform: Intralinks, Merrill Datasite, Ansarada, SharePoint, andere?
- Art des Prozesses: Auktionsprozess (mehrere Bieter) oder bilateraler Deal?
- Clean-Room-Anforderung (sensible Personal-/Kundendaten nur für ausgewaehlte Bieter)?
- Jurisdiktionen: Welche Länder-spezifischen Compliance-Anforderungen bestehen?
- Welche Workstreams sollen separat zugaenglich sein (Full Access vs. Restricted)?
- W&I-Versicherung geplant? (Underwriter-Zugang zum Datenraum meist erforderlich)
- Seller-Side: Welche Daten sollen noch nicht offenbart werden (z.B. vor LoI-Unterzeichnung)?
Zentrale Normen & Anforderungen
- Art. 28 DSGVO — Auftragsverarbeitung bei Nutzung externer Datenraum-Plattform; AVV erforderlich
- Art. 5, 25 DSGVO — Datensparsamkeit; Privacy by Design; nur notwendige Daten im Datenraum
- § 3 I GwG — wirtschaftlich Berechtigter; Informationen mueglich im Datenraum
- Art. 18 MAR / § 13 WpHG — Insider-Liste; Zugriff auf borsenrelevante Informationen protokollieren
- § 17 UWG — Geschäftsgeheimnis; Schutz vor unbefugter Offenlegung; Need-to-know
Aktuelle Rechtsprechung
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Standard-Datenraum-Index: Corporate M&A
1. CORPORATE
1.1 Handelsregisterauszuege und Satzung
1.2 Gesellschaftervertraege / Shareholders Agreement
1.3 Organigramm und Beteiligungsstruktur
1.4 Gesellschafterbeschluesse (letzte 3 Jahre)
1.5 Vollmachten und Zeichnungsberechtigungen
1.6 Transparenzregister-Auszug
2. FINANZEN
2.1 Jahresabschluesse (letzte 3 Jahre) — ggf. mit Pruefungsvermerk
2.2 Quartalsberichte / Zwischenabschluesse
2.3 Budget / Forecast laufendes Jahr
2.4 Bankverbindlichkeiten, Kreditvertraege, Sicherheiten
3. WESENTLICHE VERTRAEGE
3.1 Kundenstamm-Vertraege (Top 10)
3.2 Lieferantenvertraege (wesentlich)
3.3 JV-Vertraege, Lizenzvertraege
3.4 Finanzierungsvertraege (Banken, Gesellschafter)
3.5 Miet- und Pachtvertraege Immobilien
4. PERSONAL / HR [RESTRICTED — nur genehmigter Bieterkreis]
4.1 Schluesselarbeitsvertraege (anonymisiert)
4.2 Betriebsvereinbarungen und Tarifvertraege
4.3 Pensionszusagen / bAV
4.4 Organigramm mit Funktionen (keine Namen)
5. INTELLECTUAL PROPERTY / IT
5.1 Marken, Patente, Schutzrechte
5.2 Lizenzvertraege (in-bound/out-bound)
5.3 Software-Vertraege; Open-Source-Inventar
6. LEGAL / LITIGATION
6.1 Laufende Rechtsstreitigkeiten und Schiedsverfahren
6.2 Behördenkorrespondenz (kartellrechtlich, regulatorisch)
6.3 Versicherungsdeckung (D&O, Haftpflicht, Produkthaftung)
7. COMPLIANCE
7.1 Compliance-Richtlinien
7.2 GwG / AML-Pruefungsberichte
7.3 Zertifikate (ISO, ESG)
7.4 Behördenerlaubnisse und Lizenzen
8. STEUER
8.1 Steuererklaerungen (letzte 3 Jahre)
8.2 Betriebspruefungsberichte
8.3 Steuerliche Bescheide (Vorauszahlungen, Stundungen)
9. IMMOBILIEN [falls relevant]
9.1 Grundbuchauszuege
9.2 Gutachten
9.3 Umweltgutachten / Altlasten
10. SONSTIGES
10.1 Versicherungsvertraege
10.2 Presseberichte
10.3 Sonstiges
Clean-Room-Konzept
Ein Clean Room ist ein abgeschirmter Bereich im Datenraum für besonders sensible Informationen:
- Typische Clean-Room-Inhalte: Kundennamen und -konditionen, persönliche HR-Daten (Gehaelter, Krankengeschichte), technische Betriebsgeheimnisse, laufende Angebote
- Zugangsberechtigung: nur von Verkaefer benanntes Clean-Team des Kaeufers; kein operatives Deck
- Protokoll: Zugangsliste im Datenraum; separate NDA-Erweiterung für Clean-Team-Mitglieder
- Informationsfluss: Ergebnisse nur als Zusammenfassung (nicht Originaldaten) an Verhandlungs-Team
Schritt-für-Schritt-Workflow
- Datenraum-Struktur planen — Index nach Workstreams; Zugriffsebenen; Clean-Room-Zonen
- Plattform aufsetzen — AVV mit Plattformanbieter (DSGVO Art. 28); Sicherheitseinstellungen
- Zugaenge einrichten — Benutzerkonten; NDA als Voraussetzung; Log-Protokollierung aktivieren
- Dokumente hochladen — chronologisch; Version und Datum sichtbar; Dokument-ID vergeben
- IRL abarbeiten — Gap-Analyse: Was ist noch offen? → Verkaeufer-seitig nachanfordern
- Vertraulichkeitszonen setzen — HR und sensible Daten nur nach Clean-Team-NDA
- Q&A-Funktion aktivieren — Fragen und Antworten protokollieren; Antwort-Owner definieren
- Update-Log fuehren — welche Dokumente neu hochgeladen; Kaeufer informieren
- Closing-Sicherung — nach Closing: Archiv erstellen; Zugaenge schliessen; CD-Backup an Kanzlei
Output-Template Datenraum-Zugriffsmatrix
Adressat: Deal-PMO — Tonfall strukturiert, sicherheitsorientiert
DATENRAUM-ZUGRIFFSMATRIX
Transaktion: [DEAL-NAME]
Plattform: [NAME]
Stand: [DATUM]
| Kategorie | Vollzugang Bieter A | Vollzugang Bieter B | Clean-Team Only | Verkaefer Only |
|-----------|---------------------|---------------------|-----------------|----------------|
| Corporate | X | X | | |
| Finanzen | X | X | | |
| HR (anonymisiert) | X | X | | |
| HR (vollstaendig) | | | Clean Team | |
| Litigation | X | X | | |
| Steuer | X | X | | |
| Betriebs-Know-how | | | Clean Team | |
CLEAN-TEAM MITGLIEDER (Bieter A):
- [NAME, Funktion, E-Mail]
Zugangsdatum: [DATUM]
Separate NDA unterzeichnet: [Ja]
Rote Schwellen
- Personenbezogene Daten ohne AVV (Art. 28 DSGVO) im Datenraum → DSGVO-Bussgeld bis 20 Mio. EUR
- Keine Protokollierung wer was heruntergeladen → kein Nachweis Kaeufer-Kenntnis bei Disclosure-Streit
- Sensible HR-Daten ohne Clean-Room-Schutz → Datenschutzverletzung; Betriebsrat-Mitbestimmung
- Dokumente ohne Datum und Version → Unklarheit über Stand der Information beim Signing
- Q&A-Antworten nicht archiviert → keine Beweisgrundlage bei spaeterem Warranty-Streit
Quellen
- Art. 5, 25, 28 DSGVO; Art. 18 MAR; § 13 WpHG; § 17 UWG
- Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
- Holzapfel/Poellath, Unternehmenskauf (16. Aufl. 2022) Kap. 5