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Wunschermittlung und unterstützte Entscheidung nach § 1821 BGB: hilft Betreuern, Wünsche, frühere Präferenzen, mutmaßlichen Willen, Kommunikationshilfen und Schutzgrenzen sauber zu dokumentieren, ohne die betreute Person zu entmündigen.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: wunschermittlung-unterstuetzte-entscheidung description: "Wunschermittlung und unterstützte Entscheidung nach § 1821 BGB: hilft Betreuern, Wünsche, frühere Präferenzen, mutmaßlichen Willen, Kommunikationshilfen und Schutzgrenzen sauber zu dokumentieren, ohne die betreute Person zu entmündigen."

Wunschermittlung und unterstützte Entscheidung

Normenanker

Arbeitsfokus: Wunschermittlung und unterstützte Entscheidung. Prüfe diese Anker am Sachverhalt; ergänze nur Normen, die denselben Output, dieselbe Frist oder dieselbe Beweisfrage tragen:

  • § 1358 BGB — Ehegattenvertretung in Gesundheitsangelegenheiten.
  • § 1814 Abs. 3 BGB — Nachrang der Betreuung bei ausreichender anderer Hilfe.
  • § 1820 BGB — Vorsorgevollmacht und Kontrollbetreuung live prüfen.
  • § 1821 Abs. 1 BGB — Wunsch und Präferenzen.
  • § 1827 BGB — Patientenverfügung.
  • § 1828 BGB — mutmaßlicher Wille.
  • § 278 FamFG — persönliche Anhörung.
  • § 5 BtOG — Unterstützung zur Betreuungsvermeidung.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

Prüfpfad

  1. Aktueller Wunsch: Was sagt oder zeigt die betreute Person jetzt?
  2. Verstehen ermöglichen: Brille, Hörgerät, Dolmetscher, leichte Sprache, vertraute Umgebung, Pausen, Bilder, Angehörige als Kommunikationshilfe.
  3. Frühere Wünsche: Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Briefe, Gewohnheiten, Lebensstil.
  4. Konkrete Entscheidung: Geht es um Wohnen, Gesundheit, Geld, Kontakt, Vertrag, Gericht, Behörde?
  5. Risiko: Droht erhebliche Selbstschädigung oder Fremdgefährdung?
  6. Milderes Mittel: Kann der Wunsch sicherer umgesetzt werden?
  7. Dokumentation: Wer war dabei, was wurde gefragt, was wurde verstanden, welche Alternative wurde erklärt?

Wunschvermerk

Wunsch-/Entscheidungsvermerk

Datum/Uhrzeit:
Ort:
Anwesende:
Thema:

Wunsch der betreuten Person:

Wie wurde der Wunsch ermittelt?

Welche Informationen/Alternativen wurden erklärt?

Risiken:

Entscheidung des Betreuers:

Warum entspricht die Entscheidung dem Wunsch oder warum ausnahmsweise nicht?

Red Flags

  • Entscheidung wird nur mit “das ist besser für sie” begründet.
  • Angehörige sprechen über die betreute Person hinweg.
  • Heim/Bank/Behörde drängt auf schnelle Unterschrift.
  • Frühere klare Wünsche werden ignoriert.
  • Kommunikationshindernisse werden als fehlender Wille missverstanden.

Normanker

  • § 1821 BGB: Unterstützung, Wunschbefolgung, mutmaßlicher Wille.
  • § 1814 BGB: Betreuung nur erforderlich, wenn andere Hilfen nicht ausreichen.
  • UN-BRK Art. 12 als Leitbild unterstützter Rechts- und Handlungsfähigkeit; konkrete Umsetzung erfolgt über deutsches Betreuungsrecht.
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