zag-erlaubnisanalyse

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ZAG-Erlaubnisanalyse für Zahlungsinstitute: Zahlungsdienste katalogisieren, § 10 ZAG, Eigenmittel, Geschäftsplan, Sicherung von Kundengeldern, Geschäftsleiter, Auslagerungen und BaFin-Antrag prüfen im Bank-Rechtsabteilung: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/6/2026

name: zag-erlaubnisanalyse description: "ZAG-Erlaubnisanalyse für Zahlungsinstitute: Zahlungsdienste katalogisieren, § 10 ZAG, Eigenmittel, Geschäftsplan, Sicherung von Kundengeldern, Geschäftsleiter, Auslagerungen und BaFin-Antrag prüfen im Bank-Rechtsabteilung."

ZAG-Erlaubnisanalyse Zahlungsinstitut

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 305-310, AGBG (alt), EuGH zu Klauseltransparenz (z. B. C-26/13, C-186/16), VerbrG; StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Worum es geht

Prüfe, ob ein Geschäftsmodell der Erlaubnispflicht nach dem ZAG unterliegt, welcher Zahlungsdienst nach § 1 ZAG einschlägig ist und welche Mindestanforderungen für den BaFin-Antrag erfüllt sein müssen. Kapital, Sicherung von Kundengeldern, Geschäftsleiter-Eignung und Auslagerungen werden normseitig verankert. Abgrenzung zu Bankerlaubnis (KWG) und E-Geld-Erlaubnis wird durchgeführt.

Kernnormen

  • § 1 Abs. 1 Satz 2 ZAG – Katalog der Zahlungsdienste Nr. 1–8: Einzahlungs-/Auszahlungsgeschäft, Zahlungsgeschäft (Nr. 3–5), Zahlungsauslösung (Nr. 7), Kontoinformation (Nr. 8); Abgrenzungslinien zu § 1 Abs. 10 ZAG Ausnahmen
  • § 10 Abs. 1 ZAG – Erlaubnispflicht für Zahlungsinstitute; schriftlicher Antrag bei BaFin; Inhalt (Geschäftsplan, Sicherungskonzept, IT, Organigramm)
  • § 11 ZAG – Versagungsgründe: Nr. 1 Anfangskapital, Nr. 3 Zuverlässigkeit Geschäftsleiter, Nr. 4 fehlender Geschäftsplan, Nr. 5 Hauptverwaltung nicht in Deutschland
  • § 17 ZAG – Eigenmittelanforderungen: Anfangskapital nach Dienstart – Zahlungsauslösung (Nr. 7) 50 TEUR, sonstige Zahlungsdienste (Nr. 1–6) 125 TEUR, Finanztransfer (Nr. 6) 20 TEUR; laufende Eigenmittel-Methoden A, B, C
  • § 16 ZAG – Sicherung der Kundengelder: Treuhandkonto oder Versicherung/Bürgschaft; Sicherungspflicht ab Entgegennahme
  • § 12 ZAG – Geschäftsleiter: mindestens zwei Personen; Zuverlässigkeit, fachliche Eignung analog § 25c KWG; Absichtsanzeige
  • § 13 ZAG – Inhaberkontrolle bei qualifizierten Beteiligungen analog § 2c KWG; Schwellen 10/20/30/50 %
  • § 24 ZAG – Auslagerung wesentlicher Funktionen: Vorab-Risikoanalyse, Anzeigepflicht, Prüfungs- und Weisungsrechte; BaFin-Merkblatt Auslagerung ZAG

Prüfschritte

  1. Dienst-Klassifikation (§ 1 Abs. 1 Satz 2 ZAG): Welcher Zahlungsdienst Nr. 1–8 liegt vor? Greift eine Ausnahme (§ 1 Abs. 10 ZAG, z.B. Handelsnetz, begrenzte Netze)?
  2. Abgrenzung KWG/ZAG: Zahlungsdienst + Kreditvergabe aus Eigenmitteln = KWG § 1 Abs. 1 Nr. 2 (Kreditgeschäft); reine Durchleitung = ZAG.
  3. Anfangskapital (§ 17 ZAG): Dienstart bestimmen, Kapitaluntergrenze ablesen; 20 TEUR (Finanztransfer), 50 TEUR (PIS), 125 TEUR (sonstige).
  4. Sicherungskonzept (§ 16 ZAG): Treuhandkonto-Nachweis oder Versicherungspolice; Sicherungspflicht ab erstem Kundengeld-Eingang.
  5. Geschäftsleiter-Eignung (§ 12 ZAG, EBA/GL/2021/06): Mindestens zwei Geschäftsleiter, Zuverlässigkeit, Ressort-Eignung, Zeitbudget.
  6. Inhaberkontrolle (§ 13 ZAG): Schwellen-Check wie bei KWG; Vorab-Anzeige bei BaFin.
  7. Auslagerungsanzeige (§ 24 ZAG): Wesentliche Funktionen (IT-Plattform, Compliance, AML) anzeigepflichtig; Vertrag mit Prüfungsrecht.
  8. Antragspaket (§ 10 ZAG): Geschäftsplan, Eigenmittelnachweis, Sicherungskonzept, IT-Konzept, Inhabernachweis, Geschäftsleiter-Unterlagen.

Typische Fallkonstellationen

  • FinTech baut App für Kontoüberweisungen: § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 ZAG Zahlungsgeschäft, § 10 ZAG Erlaubnisantrag, Anfangskapital 125 TEUR
  • Marktplatz-Betreiber mit Zahlungsabwicklung: § 1 Abs. 10 Nr. 14 ZAG begrenztes Netz prüfen; sonst § 10 ZAG Erlaubnis erforderlich
  • PIS-Provider (Zahlungsauslösung): § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 ZAG, Anfangskapital 50 TEUR (§ 17 ZAG), Haftpflichtversicherung statt Sicherungskonzept (§ 16 Abs. 3 ZAG)
  • Passporting aus EU-Staat: § 38 ZAG-Notifizierung; BaFin-Prüfung ob Hauptverwaltung wirklich im Herkunftsstaat
  • ZAG-Institut erweitert um Kreditvergabe: Grenze zu § 1 Abs. 1 Nr. 2 KWG; ggf. KWG-Erlaubnis erforderlich
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