name: garantieprovision-limit-und-risk-weighting description: "Aval- und Garantiegeschäft wirtschaftlich-juristisch steuern: Garantieprovision, Limitnutzung, Risikoklassifizierung, Kreditäquivalent, Sicherheiten, Covenants, Forbearance, NPE und Vorstandsvorlage im Bank-Rechtsabteilung."
Garantieprovision, Limit und Risk Weighting
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BGB §§ 305-310, AGBG (alt), EuGH zu Klauseltransparenz (z. B. C-26/13, C-186/16), VerbrG; StaRUG §§ 1, 29, 31, 39, 49-55, 84, 102, IDW S 6, IDW S 11, InsO § 270 — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachkern: Garantieprovision, Limit und Risk Weighting
- Normen-/Quellenanker: KWG, ZAG, WpHG, WpIG, MaRisk/BAIT-DORA-Schnittstellen, BGB/AGB, HGB, GwG, BaFin-Praxis, Sanierung/InsO/StaRUG.
- Entscheidende Weiche: Bankgeschäft, Erlaubnis, Vorstandsvorlage, Risikoappetit, Kundenschutz, Sicherheiten, Aufsichtskommunikation und externe Kanzleisteuerung trennen.
- Arbeitsprodukt: Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
Intake
- Avalart, Betrag, Laufzeit, Begünstigter, Abrufmechanik.
- Bestandslinie, neue Linie oder Sublimit.
- Rating, Sicherheiten, Cash Cover, Covenants, Forbearance-Status.
- Provision: einmalig, laufend, risikoadjustiert, Mindestprovision.
- Risiko-Owner: Markt, Marktfolge, Risk, Treasury, Legal.
Prüfworkflow
1. Produktwirtschaft
| Punkt | Frage |
|---|---|
| Liquiditätsnutzen Kunde | Welche Barkaution oder Sicherheit ersetzt das Aval? |
| Bankrisiko | Wie wahrscheinlich ist Abruf, wie stark ist Regress? |
| Pricing | Deckt die Provision Laufzeit, Risiko, Aufwand und Kapitalbindung? |
| Limit | Ist es Einzel-, Rahmen-, Gruppen- oder Projektrisiko? |
| Sicherheiten | Cash Cover, harte Sicherheiten, Patronat, Covenant? |
2. Regulatorische und interne Steuerung
Prüfe, ohne Scheingenauigkeit zu behaupten:
- Kreditkompetenz und Kreditprozess nach interner Ordnung.
- KWG/CRR/MaRisk-Relevanz der Kredit- und Risikosteuerung.
- Forbearance-/NPE-Auswirkung bei kriselndem Kunden.
- Großkredit-/Konzentrationsrisiko bei hohen Avalrahmen.
- Melde-/Reporting-Schnittstelle an Risk/Treasury.
3. Entscheidungsvorlage
Liefere:
- Kurzentscheidung: erhöhen, belassen, reduzieren, Cash Cover verlangen, kündigen.
- Pricing-Vorschlag mit Begründung.
- Sicherheitenauflagen.
- Wiedervorlage für Laufzeit/Abruf/Rückgabe.
- Eskalation an Vorstand/Ausschuss, wenn Kompetenzen überschritten sind.
Anschluss-Skills
avalrahmenlinie-kautionsaval-praxisforbearance-npe-risikoklassifizierungcrr-crd-eigenmittel-large-exposurevorstandsvorlage-gutachten