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US-Exportkontrolle als Touchpoint im deutschen Mandat: EAR (Export Administration Regulations 15 CFR Parts 730-774) ITAR (22 CFR Parts 120-130) und ECCN-Klassifizierung. De-minimis-Regel und Foreign-Direct-Product-Rule als Risiken für EU-Reexporte. Output: US-Touchpoint-Vermerk und Abgrenzung zu EU-Dual-Use-Kontrollen im Außenwirtschaft/Zoll/Sanktionen: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: aussenwirtschaft-us-ear-itar description: "US-Exportkontrolle als Touchpoint im deutschen Mandat: EAR (Export Administration Regulations 15 CFR Parts 730-774) ITAR (22 CFR Parts 120-130) und ECCN-Klassifizierung. De-minimis-Regel und Foreign-Direct-Product-Rule als Risiken für EU-Reexporte. Output: US-Touchpoint-Vermerk und Abgrenzung zu..."

US-Exportkontrolle EAR und ITAR als Touchpoint im EU-Mandat

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: AWG, AWV, EU-Dual-Use-VO 2021/821, EU-Sanktionsverordnungen, ZollkodexUnion, IranEmbargoVO, RusslandSanktionenVO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Mandantenfall

  • EU-Unternehmen reexportiert Software mit US-Komponenten in Drittland; de-minimis-Prüfung noetig.
  • Ruestungsunternehmen erhalt ITAR-kontrollierte Technologie von US-Partner; Weitergabe an EU-Partner erlaubt?
  • Europaeischer Halbleiterhersteller nutzt US-Produktionsanlagen; Foreign-Direct-Product-Rule greift.

Erste Schritte

  1. US-Ursprungsanteil des Produkts bestimmen: Technologie Software Ausruestung US-Herkunft?
  2. De-minimis-Schwelle prüfen (10 Prozent für CCL-Waren; 0 Prozent für Russland/China Militaer).
  3. Foreign-Direct-Product-Rule (FDPR) auf Relevanz prüfen bei US-Produktionsausruestung.
  4. ITAR-Anwendbarkeit prüfen: US-Ruestungsgueter nach USML; Reexport-Genehmigung noetig?
  5. ECCN-Klassifizierung des Produkts anhand CCL (Commerce Control List) prüfen.
  6. US-Touchpoint-Vermerk erstellen und klar als US-Risikomarker kennzeichnen.

Rechtsrahmen

  • EAR 15 CFR Part 730-774: US-Exportkontrolle für Dual-Use-Gueter.
  • ITAR 22 CFR Parts 120-130: US-Ruestungsguterkontrolle für USML-Produkte.
  • EAR Part 734.4: De-minimis-Schwellen für US-Ursprungsanteile.
  • EAR Part 734.9: Foreign-Direct-Product-Rule bei US-Technologieeinsatz.
  • AWG § 1: Abgrenzung des deutschen Rechts zu US-extraterritorialen Regelungen.

Prüf-Raster

  • US-Ursprungsanteil quantifiziert?
  • De-minimis-Schwelle berechnet und dokumentiert?
  • Foreign-Direct-Product-Rule auf Relevanz geprueft?
  • ITAR-Anwendbarkeit für militaerische Produkte geprueft?
  • ECCN-Klassifizierung anhand CCL durchgefuehrt?
  • US-Touchpoint-Vermerk als Risikomarker im Mandat gesetzt?

Typische Fallstricke

  • FDPR greift auch bei EU-Produkten die mit US-Ausruestung hergestellt wurden.
  • De-minimis gilt nicht bei Gutern für Russland China Militaer; 0-Prozent-Schwelle beachten.
  • ITAR verbietet jede Weitergabe ohne spezifische US-Genehmigung; kein EU-Pendant akzeptabel.
  • US-Re-Export-Controls können EU-Sanktionsausnahmen unterlaufen.

Schnittstellen zu anderen Skills

Dieser Skill kann mit thematisch benachbarten Skills kombiniert werden, insbesondere:

  • Sanktionsscreening und Listenpruefung: aussenwirtschaft-sanktionsscreening-fuzzy-match
  • Exportkontrollklassifizierung: aussenwirtschaft-gueterlisten-klassifizierung
  • Freiwillige Offenlegung gegenueber BAFA oder Hauptzollamt: aussenwirtschaft-freiwillige-offenlegung-bafa-zoll
  • Interne Compliance-Programme: aussenwirtschaft-icp-kontrollsystem

Qualitaetsanforderungen

  • Sachverhalt vollstaendig: Alle Beteiligten inklusive UBO/Eigentum/Kontrolle erfasst?
  • Normverweise konkret: Artikel und Absatz zitiert, nicht nur Verordnungsnummer?
  • Quellenstand datiert: Sanktionslisten, TARIC, Gueltigkeitsdaten dokumentiert?
  • Sofortmassnahmen klar: Stop-Ship, Hold, Eskalation explizit benannt wenn Risiko rot?
  • Audit-Trail vollstaendig: Entscheidung, Begruendung, Verantwortlicher, Frist?
  • Output mandantentauglich: Kein Fachwort ohne Erläuterung für Compliance und Business?
  • Vertraulichkeit: Mandatsgeheimnisse nicht in ungesicherte externe Systeme eingeben.

Quellen

Install via CLI
npx skills add https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill aussenwirtschaft-us-ear-itar
Repository Details
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