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Exportkontroll- und Sanktions-Due-Diligence bei M&A-Transaktionen: Identifizierung von Sanktionsexposure des Zielunternehmens, Exportkontrollverstoss-Historizitaet, ICP-Qualitaet, Haftungsrisiken und Vertragsgestaltung (Rep und Warranties, Ruecktrittsrechte). Output: M&A-Exportkontroll-DD-Bericht im Außenwirtschaft/Zoll/Sanktionen: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: aussenwirtschaft-ma-sanctions-export-dd description: "Exportkontroll- und Sanktions-Due-Diligence bei M&A-Transaktionen: Identifizierung von Sanktionsexposure des Zielunternehmens, Exportkontrollverstoss-Historizitaet, ICP-Qualitaet, Haftungsrisiken und Vertragsgestaltung (Rep und Warranties, Ruecktrittsrechte). Output: M&A-Exportkontroll-DD-Bericht..."

M und A Exportkontroll- und Sanktions-Due-Diligence

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: AWG, AWV, EU-Dual-Use-VO 2021/821, EU-Sanktionsverordnungen, ZollkodexUnion, IranEmbargoVO, RusslandSanktionenVO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Mandantenfall

  • Private-Equity kauft deutschen Maschinenbauer; DD zeigt ungeloeste BAFA-Prüfung aus Vorjahr.
  • Strategischer Erwerber plant Akquisition eines US-Lizenztechnologie-Unternehmens mit ITAR-Daten.
  • Zielunternehmen hat erhebliche Russland-Kundenbeziehungen; Sanktionsexposure-Quantifizierung noetig.

Erste Schritte

  1. Exportkontroll- und Sanktions-DD-Fragebogen an Zielunternehmen senden.
  2. Exportprofile prüfen: Hauptmaerkte, Produktkategorien, Genehmigungshistorie, BAFA-Kontakte.
  3. Historische BAFA-Prüfungen und Sanktionsscreening-Prozesse analysieren.
  4. ICP-Qualitaet bewerten: Struktur, gelebte Praxis, Luecken.
  5. Sanktionsexposure quantifizieren: aktive Kundenbeziehungen, laufende Verträge, offene Verbindlichkeiten.
  6. M&A-Reps-and-Warranties und Ruecktrittsklauseln für Exportkontroll-Risiken formulieren.

Rechtsrahmen

  • AWG § 18: Strafbarkeit; Rechtsnachfolge-Haftung bei Umwandlungen.
  • § 25 UmwG: Haftung des Rechtsnachfolgers bei Gesamtrechtsnachfolge.
  • VO (EU) 833/2014, 269/2014: Aktuelle Sanktionslage als DD-Maßstab.
  • § 130 OWiG: Organschaftliche Verantwortung des Erwerbers.
  • § 438 BGB: Maengelansprueche bei versteckten Exportkontrollverstossen.

Prüf-Raster

  • Exportprofile und Hauptmaerkte des Zielunternehmens vollstaendig erfasst?
  • BAFA-Prüfungshistorie und Ergebnisse analysiert?
  • ICP-Qualitaet bewertet und Luecken dokumentiert?
  • Sanktionsexposure quantifiziert (Kundenbeziehungen, Verträge)?
  • Haftungsrisiken für Kaeufer bewertet und in Kaufpreis reflektiert?
  • M&A-Reps-and-Warranties für Exportkontrollrisiken formuliert?

Typische Fallstricke

  • Vererbte BAFA-Prüfungen werden nach Closing zu Kaeufer-Problem.
  • ITAR-contamination: US-Technologie im Zielunternehmen uebertraegt sich auf Kaeufer (ITAR 22 CFR 127.1).
  • Historische Verstoss-Potenziale (Verjaeahrungsfristen beachten; AWG 5 Jahre) können nach Closing aufschlagen.
  • ICP-Luecken bedeuten kontinuierliches Risiko; Integrations-ICP-Plan erforderlich.

Schnittstellen zu anderen Skills

Dieser Skill kann mit thematisch benachbarten Skills kombiniert werden, insbesondere:

  • Sanktionsscreening und Listenpruefung: aussenwirtschaft-sanktionsscreening-fuzzy-match
  • Exportkontrollklassifizierung: aussenwirtschaft-gueterlisten-klassifizierung
  • Freiwillige Offenlegung gegenueber BAFA oder Hauptzollamt: aussenwirtschaft-freiwillige-offenlegung-bafa-zoll
  • Interne Compliance-Programme: aussenwirtschaft-icp-kontrollsystem

Qualitaetsanforderungen

  • Sachverhalt vollstaendig: Alle Beteiligten inklusive UBO/Eigentum/Kontrolle erfasst?
  • Normverweise konkret: Artikel und Absatz zitiert, nicht nur Verordnungsnummer?
  • Quellenstand datiert: Sanktionslisten, TARIC, Gueltigkeitsdaten dokumentiert?
  • Sofortmassnahmen klar: Stop-Ship, Hold, Eskalation explizit benannt wenn Risiko rot?
  • Audit-Trail vollstaendig: Entscheidung, Begruendung, Verantwortlicher, Frist?
  • Output mandantentauglich: Kein Fachwort ohne Erläuterung für Compliance und Business?
  • Vertraulichkeit: Mandatsgeheimnisse nicht in ungesicherte externe Systeme eingeben.

Quellen

Install via CLI
npx skills add https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill aussenwirtschaft-ma-sanctions-export-dd
Repository Details
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