aussenwirtschaft-exportkontrollklauseln-vertrag

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Gestaltung exportkontrollrechtlicher Vertragsklauseln in Liefer-, Lizenz- und Kooperationsvertraegen: No-Russia-Clause nach Art. 12g VO (EU) 833/2014, Endverwendungsklauseln, Re-Export-Verbote, Ruecktrittsrechte bei Genehmigungsversagung, Vertragsstrafen bei Verstoss. Output: Klauselbausteine und Vertragspruefbericht im Außenwirtschaft/Zoll/Sanktionen: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: aussenwirtschaft-exportkontrollklauseln-vertrag description: "Gestaltung exportkontrollrechtlicher Vertragsklauseln in Liefer-, Lizenz- und Kooperationsvertraegen: No-Russia-Clause nach Art. 12g VO (EU) 833/2014, Endverwendungsklauseln, Re-Export-Verbote, Ruecktrittsrechte bei Genehmigungsversagung, Vertragsstrafen bei Verstoss. Output: Klauselbausteine und..."

Exportkontrollklauseln im Vertrag: Gestaltung und Prüfung

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: AWG, AWV, EU-Dual-Use-VO 2021/821, EU-Sanktionsverordnungen, ZollkodexUnion, IranEmbargoVO, RusslandSanktionenVO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Mandantenfall

  • Liefervertrag mit tuerkischem Abnehmer enthaelt keine Re-Export-Beschraenkung; Russland-Sanktionsrisiko.
  • Lizenzvertrag mit US-Technologie-Lizenzgeber verlangt ITAR-Flowdown-Klauseln.
  • Kaufvertrag über Dual-Use-Maschine ohne Ruecktrittsrecht bei Genehmigungsversagung abgeschlossen.

Erste Schritte

  1. Gueter und Technologie klassifizieren und Genehmigungspflicht feststellen.
  2. Relevante Rechtsregime identifizieren: EU-Sanktionen (No-Russia-Clause), US EAR/ITAR, nationale Genehmigungen.
  3. Bestehenden Vertrag auf exportkontrollrechtliche Klauseln prüfen.
  4. Erforderliche Klauseln identifizieren: No-Russia, Endverwendung, Re-Export-Verbot, Ruecktrittsrecht.
  5. Klauselbausteine formulieren oder US-Musterklauseln adaptieren.
  6. Vertragsstrafenregime für Verstoss gegen Exportkontrollklauseln einbauen.

Rechtsrahmen

  • Art. 12g VO (EU) 833/2014: Pflicht zur No-Russia-Clause für Anhaenge-XI/XX/XXXV-Gueter.
  • Art. 9 VO (EU) 833/2014: Bereitstellungsverbot und vertragliche Absicherung.
  • § 18 AWG: Strafbarkeit; vertragliche Mitverantwortung.
  • § 280 BGB: Schadensersatz bei Verletzung vertraglicher Exportkontrollpflichten.
  • § 119 BGB: Anfechtung bei Irrtum über Genehmigungspflicht.

Prüf-Raster

  • No-Russia-Clause nach Art. 12g VO 833/2014 erforderlich und enthalten?
  • Endverwendungsklausel mit konkreten Verboten formuliert?
  • Ruecktrittsrecht bei Genehmigungsversagung vereinbart?
  • Re-Export-Verbot in relevante Drittlaender enthalten?
  • Vertragsstrafe bei Verstoss bestimmt und durchsetzbar?
  • US-Recht-Flowdown-Anforderungen des Lizenzgebers beachtet?

Typische Fallstricke

  • No-Russia-Clause nur auf Papier ohne Monitoring ist kein Schutz; Vertragsstrafe muss Abschreckungswirkung haben.
  • Ruecktrittsrecht muss Genehmigungsversagung als Schicksal der Lieferpflicht regeln.
  • ITAR-Flowdown durch US-Lizenzgeber kann unbemerkt weitgehende Pflichten auferlegten.
  • Formulierung 'geltende Exportkontrollvorschriften' ist zu unbestimmt; konkrete Normen nennen.

Schnittstellen zu anderen Skills

Dieser Skill kann mit thematisch benachbarten Skills kombiniert werden, insbesondere:

  • Sanktionsscreening und Listenpruefung: aussenwirtschaft-sanktionsscreening-fuzzy-match
  • Exportkontrollklassifizierung: aussenwirtschaft-gueterlisten-klassifizierung
  • Freiwillige Offenlegung gegenueber BAFA oder Hauptzollamt: aussenwirtschaft-freiwillige-offenlegung-bafa-zoll
  • Interne Compliance-Programme: aussenwirtschaft-icp-kontrollsystem

Qualitaetsanforderungen

  • Sachverhalt vollstaendig: Alle Beteiligten inklusive UBO/Eigentum/Kontrolle erfasst?
  • Normverweise konkret: Artikel und Absatz zitiert, nicht nur Verordnungsnummer?
  • Quellenstand datiert: Sanktionslisten, TARIC, Gueltigkeitsdaten dokumentiert?
  • Sofortmassnahmen klar: Stop-Ship, Hold, Eskalation explizit benannt wenn Risiko rot?
  • Audit-Trail vollstaendig: Entscheidung, Begruendung, Verantwortlicher, Frist?
  • Output mandantentauglich: Kein Fachwort ohne Erläuterung für Compliance und Business?
  • Vertraulichkeit: Mandatsgeheimnisse nicht in ungesicherte externe Systeme eingeben.

Quellen

Install via CLI
npx skills add https://github.com/Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill aussenwirtschaft-exportkontrollklauseln-vertrag
Repository Details
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