aktenauszug-erstellen

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Anwalt oder Paralegal erhaelt Gerichtsakte Schriftsaetze oder PDFs und will strukturierten Aktenauszug erstellen. Sechs Bausteine: Verfahrensidentifikation Einleitungssatz Absatz-Zusammenfassung Sachverhaltschronologie Verfahrenschronologie Parteivortrag-Tabelle Beweis- und Rechtsargumente. Normen §§ 128-134 ZPO §§ 355-455 ZPO. Output strukturierter Markdown-Aktenauszug. Abgrenzung zu aktenauszug-strukturprüfung (Qualitaetskontrolle) und verfahrenszusammenfassung-absatz (Kurz-Überblick) im Aktenauszug Gerichtsverfahren: prüft konkret die einschlägigen Tatbestandsmerkmale, Fristen, Belege und Rechtsprechung. Liefert priorisierten Output mit Norm-Pinpoints, Risikoampel und nächstem Arbeitsschritt.

Klotzkette By Klotzkette schedule Updated 6/7/2026

name: aktenauszug-erstellen description: "Anwalt oder Paralegal erhaelt Gerichtsakte Schriftsaetze oder PDFs und will strukturierten Aktenauszug erstellen. Sechs Bausteine: Verfahrensidentifikation Einleitungssatz Absatz-Zusammenfassung Sachverhaltschronologie Verfahrenschronologie Parteivortrag-Tabelle Beweis- und Rechtsargumente. Norme..."

Aktenauszug Erstellen — Hauptworkflow

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: StPO § 147 Akteneinsicht im Ermittlungsverfahren auf Antrag, § 385 Abs. 3 Nebenkläger, ZPO § 299 jederzeit für Parteien, Bearbeitung i.d.R. 2-4 Wochen.
  • Tragende Normen verifizieren: ZPO §§ 299, 299a, StPO §§ 147, 385, 406e, VwGO § 100, SGG § 120, FamFG § 13, BORA § 19 (Akteneinsicht), Aktenordnung (AktO), AnwGH-Bescheinigungen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Anwalt, Geschäftsstelle, Verteidiger, Nebenklägervertreter, Beigeordneter, ggf. Sachverständiger.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Akteneinsichtsantrag, Aktenauszug (chronologisch), Aktenvermerk, Aktenspiegel, Beweismittelübersicht, Zeitachse, Vollmacht — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Leitidee

Wer ein Gerichtsverfahren schnell erfassen muss — sei es beim Mandatswechsel, bei der Einarbeitung eines neuen Sachbearbeiters oder bei der Vorbereitung auf eine mündliche Verhandlung — benötigt einen strukturierten Überblick. Dieser Skill nimmt die gesamte Akte entgegen und erzeugt einen vollständigen Aktenauszug mit allen sechs Bausteinen.

Triage zu Beginn — kläre vor Erstellung des Aktenauszugs

  1. Welche Verfahrensart liegt vor? (Zivilprozess, Arbeitsgericht, Verwaltungsgericht, Sozialrecht, Strafprozess)
  2. In welcher Instanz befindet sich das Verfahren? (Erstinstanz, Berufung, Revision)
  3. Liegen alle wesentlichen Schriftsätze vor oder nur Teilakten?
  4. Gibt es bereits einen Termin, dessen Vorbereitung im Vordergrund steht?
  5. Soll der Aktenauszug intern (anwaltlich) oder zur Übergabe an Mandant dienen?
  • Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

Zentrale Normen (Prozessrecht)

  • §§ 128-134 ZPO — Schriftliches und mündliches Verfahren, Schriftsätze
  • §§ 253-261 ZPO — Klageerhebung und Verfahrenseinleitung
  • §§ 355-455 ZPO — Beweisaufnahme (Sachverstaendige, Zeugen, Augenschein, Urkunden)
  • §§ 495a, 522, 540 ZPO — Vereinfachtes Verfahren, Berufungsverwerfung, Berufungsurteil
  • §§ 704-945 ZPO — Zwangsvollstreckung (Abschnitt relevant für Vollstreckungstitel in Akte)
  • § 91a ZPO — Kosten bei Erledigterklärung
  • § 139 ZPO — Materielle Prozessleitung, richterliche Hinweispflicht

Aktuelle Rechtsprechung zum Aktenauszug und Verfahrensrecht

  • Rechtsprechung: keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über offizielle oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Voraussetzungen

  • Gerichtliche Akte oder wesentliche Teile davon (PDF, Word, maschinenlesbar)
  • Optional: Inhaltsverzeichnis der Akte
  • Optional: Hinweis auf die Verfahrensart (Zivil, Straf, Verwaltung, Arbeit, Sozial)

Sechs Bausteine des Aktenauszugs

Baustein 1 — Verfahrensidentifikation

Gericht, Kammer/Senat, Aktenzeichen, Streitwert, Parteien mit Anwälten, Instanz, Verfahrensart.

Baustein 2 — Einleitungssatz

Ein bis zwei Sätze, die den Kern des Rechtsstreits nennen: Wer streitet mit wem worüber, welche Hauptnorm ist einschlägig.

Baustein 3 — Zusammenfassung (Absatz)

Acht bis zehn Sätze: Hintergrund, Streitstand, prozessuale Lage, anstehende Verfahrenshandlungen.

Baustein 4 — Sachverhaltschronologie

Chronologische Bullet-Liste aller wesentlichen außerprozessualen Tatsachen. Datum fettgedruckt vorangestellt.

Baustein 5 — Verfahrenschronologie

Chronologische Bullet-Liste der prozessualen Schritte. Fristen und Termine werden hervorgehoben.

Baustein 6 — Tabellen (Parteivortrag / Beweismittel / Rechtsargumente)

Drei separate Tabellen im Markdown-Format mit Spalten für Klägerseite und Beklagtenseite.

Schritt-für-Schritt-Workflow

  1. Akte sichten — Inhaltsverzeichnis oder Seitenstruktur erfassen; fehlende Seiten markieren
  2. Verfahrensart bestimmen — aktiviere passenden Modus-Skill (Zivil/ArbG/VerwG/Sozial/Straf)
  3. Verfahrensidentifikation extrahieren (→ Skill verfahrensidentifikation)
  4. Einleitungssatz formulieren (→ Skill einleitungssatz-generator)
  5. Zusammenfassungsabsatz schreiben (→ Skill verfahrenszusammenfassung-absatz)
  6. Sachverhalt chronologisch ordnen (→ Skill sachverhaltschronologie)
  7. Verfahrensschritte chronologisch ordnen (→ Skill verfahrenschronologie)
  8. Fristen hervorheben (→ Skill fristen-und-terminkalender) — alle Notfristen mit ⚠️
  9. Parteivortrag gegenüberstellen (→ Skill parteivortrag-gegenueberstellung)
  10. Beweismittel tabellarisch erfassen (→ Skill beweismittel-gegenueberstellung)
  11. Rechtsargumente tabellarisch erfassen (→ Skill rechtsargumente-gegenueberstellung)
  12. Neutralitätsprüfung (→ Skill neutralitaetspruefung)
  13. Strukturprüfung (→ Skill aktenauszug-strukturpruefung)

Entscheidungsbaum — Verfahrensart

Liegt Akte vor?
 → Ja: Verfahrensart prüfen
 → Arbeitsgericht? → Skill arbeitsgerichtsverfahren-modus aktivieren
 → Verwaltungsgericht? → Skill verwaltungsprozess-modus aktivieren
 → Strafgericht? → Skill strafprozess-modus aktivieren
 → Sozialgericht? → Skill sozialgerichtsverfahren-modus aktivieren
 → Zivilgericht (LG/AG/OLG)? → Skill zivilprozess-modus aktivieren
 → Nein: Fehlende Unterlagen beim Mandanten anfordern; Notfrist prüfen

Output-Format

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

### Aktenauszug — [Aktenzeichen]
## Verfahrensidentifikation
...

## Einleitungssatz
...

## Zusammenfassung
...

## Sachverhaltschronologie
- **TT.MM.JJJJ** Beschreibung
- **TT.MM.JJJJ** Beschreibung

## Verfahrenschronologie
- **TT.MM.JJJJ** Beschreibung
- ⚠️ **TT.MM.JJJJ — FRIST:** Beschreibung

## Parteivortrag

| Punkt | Klägerseite | Beklagtenseite |
|---|---|---|

## Beweismittel

| Beweismittel | Klägerseite | Beklagtenseite |
|---|---|---|

## Rechtsargumente

| Aspekt | Klägerseite | Beklagtenseite |
|---|---|---|

Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.

Konstellation Empfohlener Weg
Standard — strukturierter Aktenauszug für Gericht Vollformat nach den sechs Bausteinen unten
Variante A — nur interne Einarbeitung noetig Kurzform ohne Verfahrenschronologie; Bausteine 1-3 genügen
Variante B — Eilsache; Zeit fehlt für vollstaendigen Auszug Einleitungssatz + Sachverhaltschronologie priorisieren; Rest nachliefern
Variante C — Parteivertreter hat bereits Zusammenfassung geliefert Kritische Prüfung und Ergaenzung statt Neuerstellung

Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

Output-Template Übergabevermerk (intern)

Adressat: Sachbearbeiter / aufnehmender Anwalt — Tonfall: sachlich-juristisch

ÜBERGABEVERMERK — [AKTENZEICHEN]
Bearbeiter bisher: [NAME]
Stand: [DATUM]

Verfahren: [KURZBEZEICHNUNG]
Nächste Frist: [DATUM + BEZEICHNUNG]
Nächster Termin: [DATUM + ORT]
Offene Aufgaben: [LISTE]

Besonderheiten: [z.B. Beweissicherungsantrag gestellt, SV noch nicht bestellt]

--- vor Versand klären ---

  1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
  2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
  3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]

Qualitätsgrundsätze

  • Keine Erfolgsprognose
  • Neutrale Sprache ohne Wertung
  • Alle Fristen und Termine hervorgehoben
  • Keine KI-Terminologie im Output

Hinweis

Der Aktenauszug ersetzt nicht die eigene Aktenlektüre. Er ist ein strukturiertes Arbeits- und Kommunikationsmittel für den anwaltlichen Alltag und bedarf der Prüfung durch den verantwortlichen Rechtsanwalt.

Audit-Hinweis (27.05.2026)

Im Halluzinations-Audit 2026-05-27 wurden in diesem Skill folgende Aktenzeichen geprueft und korrigiert:

  • BGH VII ZB 36/20: ersatzlos entfernt (Entscheidung nicht auffindbar auf dejure.org oder bundesgerichtshof.de; NJW-RR 2022, 1350 konnte keinem BGH VII ZB 36/20 zugeordnet werden)

Normen und Rechtsprechung

Kuratierte Normen-Bibliothek

  • § 4 KSchG
  • § 80 VwG
  • § 86b SGG
  • § 74 VwG
  • § 124 VwG
  • § 64 ArbGG
  • § 72 ArbGG
  • § 132 VwG
  • § 123 VwG
  • § 103 SGG
  • § 151 SGG
  • § 66 ArbGG

Leitentscheidungen

  • BGH VII ZB 36/20
  • BGH VI ZR 146/19
  • BGH VI ZR 84/19
  • BGH VI ZR 396/18
  • BGH VII ZR 131/13
Install via CLI
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